Plastikmüll in den Ozeanen

Gefahr im Meer - wie Plastikmüll das Leben in den Ozeanen bedroht

Die Meere unseres blauen Planeten fassen 1,3 Milliarden Kubikkilometer Wasser. Die Ozeane wirken endlos – und bislang schienen sie jedes Müllproblem mehr oder weniger schlucken zu können. Doch seit einiger Zeit interessieren sich Wissenschaftler für unbewohnte Inseln fernab der Zivilisation. Denn an ihren Stränden finden sie angeschwemmten Plastikmüll. Wie ist er dorthingekommen und was haben diese Funde zu bedeuten?

Charles Moore gehört zu den Experten, die in den 1990er-Jahren mit ihren Berichten die Weltöffentlichkeit aufschreckten: Er fand an den Stränden im Pazifik Plastik, er fand in der Nähe von Inseln Plastik und auch auf hoher See fand er Plastik. Vom Deck aus sah er immer wieder größere Stücke Plastiktreibgut vorbeischwimmen. Das beunruhigte ihn– er stellte Untersuchungen an und warf bei zahlreichen Expeditionen Netze aus, die auch Treibgut einfangen, das mit dem bloßen Auge nicht sichtbar ist. Langsam wird Forschern immer klarer: Größere Plastikteile lösen sich im Meer nicht auf, sondern zerfallen in viele kleinere Teile. Sehr viele Millionen Tonnen Plastikmüll treiben inzwischen weltweit in den Ozeanen. Und Forscher entdecken: Viele Meerestiere verwechseln die Plastikteilchen mit Nahrung. Immer wieder werden weltweit Seevögel-Kadaver gefunden, deren Mägen mit Plastik gefüllt sind. Sie verhungern mit vollem Magen, da der Plastikinhalt ein ständiges Völlegefühl erzeugt.

Eins ist klar: Der Plastik-Müll in den Meeren ist nicht nur ein optisches Problem. Welche Gefahren dem weltweiten Ökosystem durch Plastik droht, sehen Sie im Film. Jetzt angucken.

Filmautor: Mike Schaefer



Stand: 28.11.2011, 12:00