Wie gut ist Deutschlands Bier?

Wie gut ist Deutschlands Bier?

Bier gilt als der Deutschen liebstes Getränk. Das Besondere am deutschen Bier ist das Reinheitsgebot, das seit fünf Jahrhunderten die Zutatenliste offiziell begrenzt. Nur Hopfen, Malz, Wasser und seit dem 20. Jahrhundert auch Hefe dürfen ins Bier – darauf sind die Brauer stolz. Doch ist das Reinheitsgebot ein Garant für hohe Bierqualität in Deutschland? Immerhin sind es die Belgier, deren Braukultur zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Deutschlands Brauer gingen hingegen leer aus – zu industriell und gleichförmig seien die Biere hierzulande. Tatsächlich beobachten Fachleute eine Geschmacksverarmung. Quarks & Co macht den Test.

Bier ist ein Sensibelchen

Bier ist ein komplexes Getränk – in der Herstellung aufwändiger als Wein. Der Brauvorgang, die Lagerung und die Abfüllung sind eine Wissenschaft für sich, nicht zuletzt, weil Bier lange halten soll. Doch der Geschmack ändert sich schnell: Das Bier altert – und lichtempfindlich ist es obendrein. Aber zugesetzte Konservierungsstoffe sind für deutsches Bier tabu. Und doch werden neue Stellschrauben gefunden, die das Bier geschmacklich verändern. Quarks & Co spürt uralte Hefestämme auf, die wieder für mehr Geschmacksvielfalt sorgen könnten.

Craft Biere – ist das noch Bier?

Hopfen diente ursprünglich nur der natürlichen Konservierung. Seine Aromen und Bitterstoffe machen das Bier länger haltbar und sorgen für bessere Schaumbildung beim fertigen Bier. Neue Hopfensorten bringen neue Geschmacksrichtungen mit, die die Revoluzzer der Brauer-Szene für ihre "handwerklich" gemachten Craft-Biere nutzen. Sie prägen mit Zitrus- oder Cassis-Noten den Geschmack der neuen Biere.

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Stand: 20.03.2017, 10:00