Was wir tun, beeinflusst sogar das Erbgut des Nachwuchses

Was wir tun, beeinflusst sogar das Erbgut des Nachwuchses

Rauchen während der Schwangerschaft ist nicht nur für die Mutter schädlich, sondern auch für das ungeborene Kind. Das ist bekannt! Aber der Schaden geht noch weiter: Wissenschaftler der University of Los Angeles haben nun festgestellt, dass dieser Schaden nicht nur ein unmittelbarer ist, sondern sich auch langfristig auswirken kann. Wenn Mütter in der Schwangerschaft geraucht hatten, waren im Blut der Kinder noch Jahre nach der Geburt bestimmte epigenetische Schalter umgestellt. Damit erhöht sich das Risiko der Kinder, im späteren Leben an Asthma zu erkranken.

Risiko für Asthma wird auch über die Spermien weitergegeben

Andere Forscher haben ein Auge auf die rauchenden Väter geworfen. Ihre Erkenntnis: Wenn Väter vor der Zeugung lange geraucht haben, steigt bei ihren Kindern ebenfalls das Risiko, an Asthma zu erkranken. Dieses erhöhte Risiko lässt sich vermutlich ebenfalls über einen epigenetischen Einfluss erklären, der über die Spermien an die Kinder weitergegeben wird.

Text: Ilka aus der Mark

Stand: 24.04.2017, 08:00