Die drei Schritte der Schweine-Schlachtung

Schweinehälften

Die drei Schritte der Schweine-Schlachtung

  • Vor der Schlachtung werden Tiere mit Gas betäubt
  • Allerdings kommt es immer wieder zu Problemen
  • Schonendere Alternativen zu teuer

Die meisten Menschen in Deutschland essen Tiere. Was aber passiert, bevor das Schnitzel auf dem Teller landet, wird oft verdrängt. So funktioniert eine Schweine-Schlachtung.

1. Ab zum Schlachthof

Im ersten Schritt werden die Schweine werden in den Schlachthof transportiert. Tierschützer sagen, dass schon die oft weiten Wege zum Schlachthof Stress für die Tiere bedeutet. Dort geht es dann zur Betäubungsanlage.

2. Die Betäubung

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten der Betäubung, durch Stromschlag und durch Gas. Für den Stromschlag wird jedes einzelne Tieres mit der Elektrozange betäubt. Das machen allerdings nur kleinere Betriebe, weil es vergleichsweise zeitaufwändig ist. Die Zange muss genau sitzen, damit die Betäubung gut wirkt und das Schwein möglichst wenig Stress hat.

Größere Betriebe achten mehr auf Effizienz. Sie verwenden zur Betäubung das Gas Kohlendioxid (CO2). In einer speziellen Anlage - einer Art Grube - werden mehrere Tiere gleichzeitig betäubt. Das Problem dabei: bis die Tiere wirklich betäubt sind, dauert es zehn bis 20 Sekunden. Und in dieser Zeit besteht die Möglichkeit, dass die Tiere an Atemnot leiden - das Kohlendioxid löst ein Erstickungsgefühl aus. Zudem reizt CO2 die Nasen-Schleimhäute der Tiere. Und: Es gibt Hinweise, dass die Betäubung nicht immer zuverlässig funktioniert.

3. Die Tötung

Wiener Schnitzel

Wie genau kommt das Schnitzel auf den Teller?

Die Tötung erfolgt mit einem Messer. Die Halsschlagader der Tiere wird angestochen und sie verbluten. So sterben ca. 59 Millionen Schweine in Deutschland pro Jahr. Nach der Tötung werden die Tiere weiter verarbeitet.

Leiden die Tiere?

Generell versuchen Schlachtbetriebe, das Leiden der Tiere so gering wie möglich zu halten. Denn Leiden bedeutet Stress, und Stress hat einen negativen Einfluss auf die Qualität des Fleisches. Doch Experten gehen davon aus, dass vor allem die Betäubung durch Kohlendioxid nicht immer so funktioniert, dass die Tiere keinen Stress haben.

Gibt es Alternativen?

Eine Alternative wäre, statt CO2 Edelgase wie Helium und Argon einzusetzen. Weil diese Gase anders wirken, zeigen die Tiere bei der Betäubung keine Anzeichen von Panik. Der Nachteil dieser Betäubung: Sie kostet zwischen 50 Cent und 1 Euro mehr pro Tier, das hat das Max Rubner-Institut (Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel) errechnet. Hinzu kommen Kosten für die Umrüstung der Anlagen in den Betrieben. Sanftere Schlachtmethoden würden den Fleisch-Preis nach oben treiben.

Stand: 31.01.2018, 14:23