Animationen visualisieren Berliner Terroranschlag in 360 Grad

Virtual-Reality-Dokumentation

Animationen visualisieren Berliner Terroranschlag in 360 Grad

Ein greller Scheinwerfer blitzt auf, schwillt an, wird zur Straßenlaterne. Die Virtual-Reality-Dokumentation des WDR "Berlin Terror" visualisiert mit Animationen den Anschlag auf den Breitscheidplatz. Hier erfahren Sie, wie Sie die besondere Art der Darstellung im Kunstunterricht thematisieren können.

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Trailer: In der preisgekrönten VR-Dokumentation "Berlin Paris Terror" kommen auch die Zeugen zweier terroristischer Anschläge zu Wort

Trailer: In der preisgekrönten VR-Dokumentation "Berlin Paris Terror" kommen auch die Zeugen zweier terroristischer Anschläge zu Wort

Bericht aus der Praxis: Lehrer Fabian Hilger berichtet über den Einsatz der Virtual-Reality-Dokumentation "Berlin Terror" im Unterricht der Jahrgangsstufe 10 an einem Gymnasium.

Angebot für Lehrerinnen und Lehrer
Das bekommen SieDas benötigen Sie
✔ Unterrichtsvorschläge
✔ Arbeitsblätter (differenziert)
✔ Antworten auf technische Fragen
✔ Fortbildung für Lehrkräfte
✔ Internetzugang
✔ Computer (optional)
✔ Tablets (optional)
✔ Smartphones
✔ VR-Brillen (optional)
✔ Kopfhörer (optional)

Unterricht

Die WDR-VR-Dokumentation "Berlin Paris Terror" thematisiert zwei Terroranschläge. Das Unterrichtsmaterial bezieht sich auf den Anschlag vom Breitscheidplatz vom 19. Dezember 2016. Sie können es im Kunstunterricht ab Klasse 8 einsetzen.

Die Schüler*innen analysieren das ästhetische Konzept der Virtual-Reality-Dokumentation (Rezeption) und gestalten ihre eigene Panorama-Szenerie (Produktion). Sie lernen das 360-Grad-Video als Nachfolger der Panorama-Kunst des 18. Jahrhunderts kennen. Reflektieren Sie gemeinsam mit Ihren Schüler*innen, wie digitale Medien im Kunstunterricht eingesetzt werden.

Das Material eignet sich für das gemeinsame Lernen in heterogenen Gruppen. Sie erhalten die Arbeitsblätter in zwei verschiedenen Niveaustufen und als barrierefreies PDF-Paket mit Formularfeldern und Tags für Screenreader.

Unterrichtsvorschläge

Was am Tag des Anschlags geschah – Einstieg

Bevor die Schüler*innen die Dokumentation zum ersten Mal sehen, sollten Sie mit ihnen die Fakten des Anschlags klären. Verwenden Sie Materialblatt 1 als Folienvorlage für den Overheadprojektor oder die digitale Tafel, um in das Thema einzusteigen. Die Schüler*innen beschreiben das Bild und mutmaßen, was das Thema der Stunde sein könnte. Die Klasse gestaltet eine Mindmap zum Anschlag als Tafelbild.

Sozialform:

  • Klassengespräch

Material:

  • Materialblatt 1

Die Dokumentation sehen – Erarbeitung 1

Die Schüler*innen sehen das erste Mal die Dokumentation. Sie können im Vorfeld darauf hinweisen, dass keine Gewaltszenen abgebildet und die Szenen animiert sind. Die Schüler*innen geben Feedback zur Doku in Form eines Blitzlichtgewitters.

Sozialform:

  • Klassengespräch

Die ästhetische Gestaltung bewerten und Medien reflektieren – Erarbeitung 2

Die Schüler*innen sehen die Doku erneut und füllen währenddessen Arbeitsblatt 1 aus. Sie reflektieren anhand von Screenshots, was die Ersthelfer*innen berichten. Anschließend analysieren sie die Bilder formal-ästhetisch: Wie wird abstrahiert? Wie sind Linienführung und Farbgestaltung? Abschließend bewerten die Schüler*innen die besondere Erzählweise im 360-Grad-Video.

Sozialform:

  • Einzelarbeit

Material:

  • Arbeitsblatt 1A/1B

Tipps zur Differenzierung:

Auf Arbeitsblatt 1B sind die Arbeitsanweisungen in einfacher Sprache formuliert und beschränken sich auf das Beschreiben. Es werden nur drei Screenshots bearbeitet. Die Schüler*innen sollen diese den passenden Film-Zitaten zuordnen.

Eine eigene Panorama-Szenerie gestalten – Produktion

Die Schüler*innen informieren sich im Internet über die Geschichte der Panorama-Kunst. Alternativ können sie dazu auch Infoblatt 1 (Geschichte der Panorama-Abbildungen) nutzen. In Kleingruppen recherchieren sie ein kunstgeschichtlich relevantes Panoramabild ihrer Wahl und präsentieren es der Klasse. Anschließend fertigen die Schüler*innen eigene Panorama-Aufnahmen an. Als ästhetisches Vorbild dient die VR-Doku.

Sozialform:

  • Gruppenarbeit
  • Einzelarbeit

Material:

  • Arbeitsblatt 2A/2B
  • ggf. Infoblatt 1

Tipps zur Differenzierung:

Auf Arbeitsblatt 2B lesen die Schüler*innen einen kurzen Infotext in einfacher Sprache, statt eigenständig im Internet zu recherchieren. Die Panorama-Fotos werden in Kleingruppen aufgenommen.

Was Sie beachten sollten

Hinweis zum Einsatz mit VR-Brillen: Sie können das Angebot im Unterricht mit Desktop-Computern, Tablets oder Smartphones einsetzen. Wenn Sie den Effekt verstärken wollen, können Sie auch selbstgebaute VR-Brillen aus Pappe oder Kunststoff nutzen.

Für spezielle VR-Brillen gibt es Altersempfehlungen (z.B. ab 12 oder 13 Jahre). Bitte achten Sie auf die Angaben der Hersteller. Epileptiker sollten das Angebot auf jeden Fall ohne VR-Brille nutzen.

Hinweis zum thematischen Hintergrund: Die VR-Dokumentation thematisiert den Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt vom 19. Dezember 2016. Bevor Sie diese im Unterricht behandeln, sollten Sie mit den Schüler*innen die wichtigsten Fakten besprechen:

Der Terrorist Anis Amri entwendete einen tonnenschweren Sattelzug und lenkte diesen absichtlich in die Menschenmenge auf dem Breitscheidplatz. Elf Besucher des Weihnachtsmarktes wurden getötet, mehr als 50 weitere teils schwer verletzt. Das zwölfte Todesopfer war der Speditionsfahrer des Lastwagens. Er wurde von Amri erschossen.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannte sich zu dem Anschlag. Amri flüchtete zunächst, wurde jedoch einige Tage später in Mailand von einem Polizisten erschossen.

Diese Medienkompetenzen werden gefördert

Wenn Sie die VR-Doku im Unterricht einsetzen, können Sie folgende Bereiche aus dem Kompetenzrahmen der Kultusministerkonferenz fördern:

Werkzeuge bedarfsgerecht einsetzen

  • Eine VR-Brille (mit oder ohne Smartphone) nutzen
  • Digitale Werkzeuge und Medien zum Lernen, Arbeiten und zum Lösen von Problemen nutzen
  • Digitalkameras nutzen, um Panorama-Aufnahmen anzufertigen
  • Panorama-Aufnahmen mit passenden Apps/Programmen erstellen und bearbeiten

Auswerten und bewerten

  • Ethische Grundsätze und Normen anhand dessen reflektieren, was die Ersthelfer*innen schildern
  • Eigene Kommunikationsprozesse künstlerisch verarbeiten

Weiterverarbeiten und Integrieren

  • Ein kunsthistorisch relevantes Panorama-Bild in der Klasse präsentieren

Medien in der digitalen Welt verstehen und reflektieren

  • 360-Grad-Videos in die Mediengeschichte der Panorama-Darstellungen (Malerei, Fotografie, digitale Bewegtbilder) einordnen

Diese Lehrplaninhalte werden thematisiert

  • Formstrukturen, -eigenschaften und -beziehungen
  • Farbwahl, -beziehungen und -funktionen
  • Bildnerische Phänomene realisieren durch gezieltes Einsetzen grafischer Formstrukturen bzw. Liniengefüge.
  • Grafische Gestaltungen im Hinblick auf Formstrukturen bzw. Arten von Liniengefügen und ihrer Ausdrucksqualitäten analysieren sowie Bewerten der Farbwahl, -beziehungen und -funktionen.

Technische Fragen

Wo lässt sich die Anwendung herunterladen?

Sie können die Virtual-Reality-Dokumentation über den unten stehenden Link auf YouTube ansehen und müssen Sie nicht herunterladen.

Welche technischen Voraussetzungen sind nötig?

Computer/Browser (Video): Auf dem Computer können Sie das 360-Grad-Video über alle gängigen Web-Browser abspielen. Noch besser lässt sich das Gezeigte mit einer VR-Brille erleben.

Smartphone/Tablet (VR-Video): Um die 360-Grad-Technik zu nutzen, brauchen Sie die YouTube-App und ein gängiges Smartphone. "Gängig" bedeutet für Apple-Geräte beispielsweise, dass das Betriebssystem mindestens auf der Version iOS 9 laufen sollte.

VR-Brille: Über die YouTube-App können Sie das 360-Grad-Video auch mit einer Virtual-Reality-Brille anschauen. Für den Unterricht bietet sich eine einfache VR-Brille an, in die Sie ein Smartphone hineinlegen können. Solche Brillen gibt es als fertige Kunststoffmodelle oder auch als preiswerte Box aus Pappe, die Sie sich selbst zusammenbauen können.

Wie bedient man die Anwendung?

Computer/Browser: Über die Video-Einstellungen können Sie verschiedene Bildauflösungen auswählen: von sehr kleinen Auflösungen über HD-Qualität bis zu 4K-Videos. Sollte das Video in der Standardeinstellung nicht flüssig laufen, können Sie die Auflösung verringern. In der oberen linken Ecke des Videofensters befindet sich ein Steuerungselement, mit dem Sie die Blickrichtung verändern können. Klicken Sie das Steuerungsfeld mit der Maus an, dann lässt sich die Perspektive des Videos mit den Pfeiltasten der Tastatur steuern.

Smartphone/Tablet: Sie können das Video über WLAN oder mobiles Internet ansehen, also streamen. Außerdem können Sie es innerhalb der YouTube-App herunterladen und offline abspielen. Beim Download können Sie zwischen Dateien in hoher oder niedriger Bildauflösung wählen. Während des Streamens stehen noch weitere Größenoptionen zur Verfügung. Diese können Sie über das Einstellungsrad im rechten unteren Bildrand auswählen. Die Blickrichtung lässt sich intuitiv steuern, indem Sie das Smartphone oder Tablet bewegen. Schwenkt man das Gerät beispielsweise nach links, wendet sich auch das Bild in diese Richtung.

VR-Brille: Um das Video mit der Brille anzusehen, klicken Sie in der YouTube-App auf das VR-Brillen-Symbol am rechten unteren Bildschirmrand. Der Bildschirm teilt sich dann in zwei kleinere Felder auf. Betrachten Sie diese durch die VR-Brille, entsteht ein 3D-Effekt und Sie tauchen in die Umgebung des Videos ein. Je nach Brillenmodell müssen Sie eine weitere App herunterladen. Hierfür sind die Hersteller-Angaben der gewählten Brille zu beachten.

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