Alles Physik! Folge 36: Heiße Luft unter der Motorhaube

Alles Physik!  Diesel

Alles Physik! Folge 36: Heiße Luft unter der Motorhaube

Wenn man Luft zusammendrückt, wird sie heiß. Diesen Effekt nutzt ein Dieselmotor: Er komprimiert Luft, bis sie fast 1000°C heiß ist, und zündet mit dieser Hitze den Treibstoff.

Von außen kann man den verblüffenden Hitze-Effekt leider nicht beobachten, aber man kann ihn in einem Experiment sichtbar machen – allerdings nicht zuhause, sondern nur, wenn man die passenden Geräte hat.

WDR 5 Leonardo - Ganze Sendung

WDR 5 Leonardo | 01.02.2016 | 01:17:03 Min.

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Diese sind: Ein Glasrohr und ein Kolben, der genau in das Rohr passt und es gewissermaßen abdichtet. Legt man in das Rohr oder an die Spitze des Kolbens nun ein Stück Stoff, das mit einer leicht brennbaren Flüssigkeit wie zum Beispiel Diethylether getränkt ist, und schiebt den Kolben schlagartig in das Rohr, sodass die Luft im Inneren zusammengedrückt wird, beginnt das Stoffstück zu brennen. Denn die Arbeit, die das Reinschieben des Stopfens gekostet hat, wurde beim Zusammendrücken der Luft im Rohr in Wärme umgewandelt, und diese Wärme entzündet den Stofffetzen. Genau das passiert im Dieselmotor.

Wie genau der Treibstoff dabei Feuer fängt, ist Wissenschaftlern noch nicht klar, und sie untersuchen das Verhalten von Dieseltröpfchen sogar in Schwerelosigkeit, etwa am Fallturm in Bremen. Klar ist aber der Anfang: Durch Kompression wird Luft erhitzt, und diese Hitze zündet den Treibstoff.

Redaktion:
Peter Ehmer

Stand: 01.02.2016, 15:05