Service Technik - Rauchmelder-Pflicht

 Eine Frau zeichnet mit einem Bleistift an der Decke die Position für einen Rauchmelder an.

Service Technik - Rauchmelder-Pflicht

Von Melih Serter

Sie können Leben retten: Rauchmelder. In Neubauten sind sie seit drei Jahren Pflicht – in vielen Bundesländern in allen Gebäuden. Und ab 2017 müssen in NRW ebenfalls alle Wohnungen mit diesen Warngeräten ausgestattet sein.

Ab 2017 müssen überall in NRW in allen Wohnungen, Häusern und Firmen, egal ob neu oder alt, Rauchmelder an den Decken hängen. Für die eigene Sicherheit sollte man aber nicht warten, dass erst das Gesetz in Kraft tritt und jetzt schon Rauchwarnmelder installieren.

Riesige Auswahl

Die günstigsten Rauchwarnmelder liegen im Vierer-Pack in Supermärkten und Discountern und kosten gerade einmal zehn Euro. Manchmal sind sogar die Batterien im Kaufpreis enthalten. Dass diese Geräte häufig nicht viel taugen, kann man sich denken. Billige Massenware, meist in Fernost produziert, sorgt nicht nur oft für Fehlfunktionen, sondern reagiert womöglich im Ernstfall nicht, erklären Experten der Feuerwehr. Sicherer sind da höherwertige Markenprodukte, die vielleicht etwas mehr in der Anschaffung kosten, aber dafür zuverlässig funktionieren.

Vernetzte Rauchmelder

Gute Rauchwarnmelder gibt es schon für knapp 20 Euro, sagt die Stiftung Warentest. Sie sind mit Langzeit-Batterien ausgerüstet, die zehn Jahre halten. Über diesen Zeitraum gemessen rentiert sich die Anschaffung sogar deshalb, weil man nicht jährlich neue 9-Volt-Blockbatterien kaufen muss. Außerdem schonen sie die Nerven, weil sie seltener Fehlalarme auslösen oder ein Piepsen daran erinnert, die Batterien auszuwechseln.

Daneben gibt es Rauchmelder, die untereinander per Funksignal vernetzt sind. Signalisiert ein Gerät, dass irgendetwas nicht stimmt, ertönen gleich alle anderen mit. In größeren Häusern mit mehreren Zimmern und Geschossen kann das sinnvoll sein. In Wohnungen sind vernetzte Rauchmelder meist überflüssig, da man schon den einen, der Alarm schlägt, deutlich hören kann.

Vorschriftsmäßig müssen Rauchwarnmelder mindestens 85 dB laut sein. Das ist ungefähr die Lautstärke eines vorbeifahrenden Lkw. Ein weiterer Nachteil vernetzter Rauchmelder ist: Bei einem Fehlalarm, der gefühlt meistens nachts auftritt, muss man quer durchs Haus rennen und alle Geräte einzeln abstellen.

"Smart" ist fein

Die Königsklasse unter den Rauchmeldern sind sicherlich die smarten Geräte. Löst das Gerät Alarm aus, wird der Besitzer automatisch auf seinem Handy per SMS oder E-Mail informiert. Besonders nützlich ist dann die Kombination mit einer smarten Überwachungskamera. So kann man jederzeit und von überall auf der Welt überprüfen, ob es tatsächlich brennt oder ob es sich um einen Fehlalarm handelt, den man per Smartphone abstellen kann. Das ist praktisch, wenn man gerade auf der Arbeit oder im Urlaub ist.

Übrigens: Beim Kauf eines Rauchmelders sollte man auf jeden Fall auf das Qualitätssiegel "Q" achten!

Service Technik ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Leonardo. Zu hören montags zwischen 15.05 Uhr und 17.00 Uhr.

Stand: 22.08.2016, 14:04