"The Dorf" eröffnet Moers-Festival:
Kollektiver Klangkörper
Filigrane Melodien und gekonnter Krach - all das beherrschen die 28 Musiker der Band "The Dorf". Heute eröffnet die extra große Combo aus dem Ruhrgebiet das Jazzfestival in Moers. Bei WDR.de gibt es Töne, Bilder und Kommentare von der Probe.
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Beim Independent Film Festival in Cannes ist der deutsche Dokumentarfilm "This ain't California" ausgezeichnet worden. Er wurde zum "Besten Dokumentarfilm" gekürt. Der Film von Regisseur Marten Persiel handelt von Skatern in der DDR in den 80er Jahren und erzählt von Rebellion und Aufbruch. Der Film, den der Mitteldeutsche Rundfunk, der Rundfunk Berlin-Brandenburg und arte produziert haben, wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Auf der Berlinale erhielt er in diesem Jahr den Preis "Dialogue en perspective".
Die Berliner Staatsoper Unter den Linden bleibt bis zum Jahr 2015 geschlosssen. Die Sanierungs- und Bauarbeiten dauern ein Jahr länger als zuletzt gedacht. Grund sind historische Pfahlbauten in 17 Meter Tiefe, auf denen im Mittelalter die Berliner Stadtmauer gebaut wurde. Sie wurden erst während der Bauarbeiten entdeckt. Ihretwegen kann ein unterirdischer Verbindungsgang nicht wie geplant gebaut werden. Nach Angaben des Berliner Senats werden die Gesamtkosten von 250 Millionen Euro trotz der Verzögerung nicht überschritten. Die Sanierung der Staatsoper Unter den Linden gehört zu den großen Kulturprojekten in der Hauptstadt.
Eine der ältesten Niederschriften des Niblungenliedes kehrt vorübergehend an seinen Ursprungsort ins Altmühltal zurück. Der sogenannte "Prunner Codex" wird von nächster Woche an in einer Sonderausstellung auf der Burg Prunn präsentiert. Die Handschrift stammt aus dem Jahr 1330 und wurde rund 250 Jahre nach ihrer Niederschrift auf der Burg gefunden. Sie schildert das Heldenepos in mittelhochdeutscher Sprache. Heute gehört sie zur Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Der "Prunner Codex" ist bis Ende September auf der Burg Prunn zu sehen.
Das älteste erhaltene Gebäude Frankfurts, der Saalhof, ist nach dreijähriger Bauzeit wieder für Besucher geöffnet. Die Burganlage der Staufer aus dem 12. Jahrhundert ist Teil des Historischen Museums der Stadt. Es wird derzeit von Grund auf erneuert und erhält in den kommenden Jahren noch einen Neubau. Die Sanierung des historischen Saalhofs hat nach Angaben der Stadt 20 Millionen Euro gekostet. Dabei wurden alle Kellerräume der Burganlage bis zu den Fundamenten ausgegraben. Sie sind jetzt über einen Steg begehbar. Erstmals können Besucher nun auch den Rententurm direkt am Mainufer besteigen.
Das Berliner Ballhaus Naunynstraße bekommt eine neue Leitung. Nach dem Weggang von Shirmin Langhoff wird das Off-Theater in Zukunft von Wagner Carvalho, dem Gründer des bralisianischen Tanzfestivals "Move Berlim", geführt. Carvalho wird die Bühne zusammen mit dem Dramaturgen Tuncay Kulaoglu leiten. Das Kreuzberger Ballhaus Naunynstraße beschäftigt sich in seinen Stücken vor allem mit der Lebenssituation von Migranten und ihren Kindern in Deutschland. Inszenierungen wie "Verrücktes Blut" machten das Theater bundesweit bekannt.
Die deutsche Ära im antiken Troja hat ein vorläufiges Ende. Die Ausgrabungen werden vom nächsten Jahr an nicht mehr von dem Tübinger Archäologen Ernst Pernicka geleitet. Ein Team von amerikanischen Archäologen soll die Arbeiten übernehmen. Ein Grund für den Rückzug der deutschen Wissenschaftler ist fehlendes Geld. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hatte ihre Unterstützung bereits 2009 beendet. Seitdem war das deutsche Team allein aus Stiftungsgeldern finanziert worden. Pernicka war der Nachfolger des bekannten Archäologen Manfred Korfmann, der die Grabungen in Troja von 1988 bis zu seinem Tod 2005 leitete.
Die CDU/FDP-Mehrheit im Düsseldorfer Stadtrat hat verhindert, dass der österreichische Schauspieler und Filmregisseur Peter Kern Jury-Mitglied beim Düsseldorfer Heinrich-Heine-Preis wird. Sie hat dazu eine Änderung der Satzung des Literaturpreises durchgesetzt. Jetzt darf die Fraktion der Freien Wähler kein Mitglied mehr für die Jury nominieren. Die Freien Wähler wollten Peter Kern als ihren Vertreter vorschlagen. Die CDU lehnte seine Nominierung ab. SPD, Grüne und Linke beteiligten sich aus Protest gegen die Satzungsänderung nicht an der Abstimmung. Düsseldorf vergibt den Heinrich-Heine-Preis alle zwei Jahre. Er ist mit 50.000 Euro dotiert.
Der Kunstpreis des Kreises Viersen geht an den Künstler Christian Keinstar. Der 37-Jährige ist Absolvent der Kölner Kunsthochschule für Medien. Keinstar erschafft Skulpturen, Installationen und Videokunst. Nach Ansicht der Jury durchbricht er mit seinem Werk rigoros Konventionen. Förderpreise gehen an die Düsseldorfer Bildhauerin Marcia Lodonou und die Zeichnerin Melanie Grocki aus Stuttgart. Der Viersener Kunstpreis ist mit insgesamt 13.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre verliehen. In diesem Jahr geht er erstmals an bildende Künstler.
In Moers beginnt am Freitag das 41. Jazzfestival. Zur Eröffnung spielt die Formation "The Dorf" unter der Leitung des Saxofonisten und Komponisten Jan Klare. Bis Sonntag treten am Niederrhein internationale Jazzmusiker auf, darunter die Komponistin Carla Bley, der Saxofonist Gunter Hampel und der Gitarrist James Ulmer. Aus Kostengründen dauert das Festival dieses Jahr nur drei statt vier Tage. Für nächstes Jahr hat die Kunststiftung NRW angekündigt, ihre Zuschüsse auf 160.000 Euro zu verdoppeln. Auch der WDR will die Zusammenarbeit ausbauen. Dennoch ist nach Einschätzung des künstlerischen Leiters, Reiner Michalke, die Zukunft des Festivals langfristig noch nicht gesichert.
Im Stralsunder Stadtarchiv ist eine verschollen geglaubte Handschrift des portugiesischen Mathematikers Francesco de Mello entdeckt worden. Handschriften-Experten haben ihm den reich verzierten Band aus dem Jahr 1521 zugeordnet. Bisher war nach Angaben der Wissenschaftler lediglich eine Abschrift des Werks aus dem 17. Jahrhundert bekannt. Francesco De Mello gilt als bedeutender Mathematiker Portugals im 16. Jahrhundert. In seiner Schrift setzt er sich mit den antiken Mathematikern Euklid und Archimedes auseinander.
Glosse zur Woche:
Mai-Blues
Am Himmel jagen sich graue Wolken, Börsenkurse stürzen ab, die Politik dreht sich im Kreis – Wonnemonat geht anders, findet Stephan Josef, unser Experte für das moderne Leben.
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Fotos - Ausstellung in Leverkusen:
Die schöne Welt des Unsichtbaren
Eine knallrote Pilzspore bohrt sich in das Innere eines giftgrünen Sojablattes. Die feindliche Übernahme wird nur unter dem Rasterelektronenmikroskop sichtbar. Der Biologe Martin Oeggerlie macht die hunderttausendfach vergrößerten und nachträglich colorierten Aufnahmen zum optischen Erlebnis.
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WDR Aktion "Ein Tag Leben in NRW":
Was alles an einem Tag passiert...
Henriette wird verbeamtet, Marlitt fällt einen Maibaum, Bernd spielt mit seiner Frau "Vier gewinnt" - und sie alle haben sich dabei selbst gefilmt. Mehr als 2.400 Videos vom 30. April 2012 sind für das WDR-Projekt "Ein Tag Leben in NRW" hochgeladen worden.
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Highlights am Internationalen Museumstag:
Stöbern, Staunen, Mitmachen!
Goldschmieden in Münster, Malen wie Picasso in Köln oder doch lieber ein Römerlager in Haltern besuchen? Mit Führungen und Workshops lockten rund 140 NRW-Museen am Sonntag zum Internationalen Museumstag. Besucher durften meist kostenlos stöbern, staunen oder mitmachen.
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Karlspreis für Wolfgang Schäuble:
"Ein europäischer Patriot"
Der Aachener Karlspreis ist an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verliehen worden. Der CDU-Politiker wurde für seine Verdienste um Europa ausgezeichnet. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker lobte ihn als "europäischen Patrioten".
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Sacha Baron Cohen spielt seine Hauptfigur mal wieder selbst. Nach "Ali G.", "Borat" und "Brüno" ist er jetzt "Der Diktator": Admiral General Aladeen, Herrscher des erfundenen Reichs Wadiya. Cohens schwarzer Humor ist eine Herausforderung.
Kinotipp: Verrückter Horror-Herrscher[WDR 2]
Ding Yu ist eine junge Journalistin aus China. Sie moderierte die Sendung "Interviews vor der Hinrichtung", in der sie mit zum Tode Verurteilten kurz vor deren Exekution sprach. Dabei ging sie wenig zimperlich vor. Die Show war ein Quotenhit.
Eine Berliner Künstlergruppe will die deutsche Panzerlieferung an Saudi-Arabien verhindern: 25.000 Euro Belohnung winken demjenigen, der Hinweise liefern kann, um die Anteilseigner des Rüstungsunternehmens hinter Gitter zu bringen.
Jeder kennt die Engel. Doch nur wenige wissen, dass die Originale nur den unteren Bildrand der Sixtinischen Madonna zieren - Raffaels Kultbild. Bis zum 26. August feiern die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit einer großen Sonderausstellung das 500-jährige Jubiläum des Gemäldes.
Emeli Sandé lernte bereits als Kind Klavier und Cello zu spielen. Nach der Schule arbeitete die Schottin zunächst als Songwriterin für eine Plattenfirma und schrieb Hits für andere. Doch ihr erstes eigenes Album "Our Version of Events" zeigt: Sie kann es auch selbst. Jetzt will sie Deutschland erobern.
Anhänger der "Schwarzen Szene" treffen sich über Pfingsten traditionell in Leipzig. Auch in diesem Jahr werden zum Wave-Gotik-Treffen wieder etwa 20.000 Besucher erwartet. Auf dem Programm des Festivals stehen Konzerte, Theateraufführungen, Gottesdienste, Mittelaltermärkte und Autorenlesungen.
Sam will kein Pfadfinder mehr sein, Suzy hat von ihrer Familie die Nase voll. Gemeinsam laufen sie weg - doch bald schon sind ihnen Polizei, Eltern und Sams Pfadfindergruppe auf den Fersen. Wes Anderson entführt in "Moonrise Kingdom" in ein absurdes Universum - mit Starbesetzung.
Giuseppi Logan war ein berühmter Musiker in New York, als er in den 1970er-Jahren plötzlich verschwand. Er wurde sogar für tot erklärt. Jetzt haben ihn seine Freunde nach 36 Jahren im Central Park wiedergefunden - als obdachlosen Mann, der vieles verloren hat, nicht aber seine Leidenschaft für Jazz.
Selbst eingefleischte Kunstbanausen sind ihm schon begegnet -auf D-Mark-Scheinen, Bibelcovern, als Konfirmationsgeschenk oder in Form eines Plastikhasen: Albrecht Dürers Werke sind omnipräsent. Seine Heimatstadt Nürnberg widmet den Anfängen des 1471 geborenen Künstlers nun eine großartige Schau.