Kein neues Modell nach 2016 Opel Bochum wohl endgültig vor dem Aus

Lange haben die Arbeiter von Opel in Bochum gekämpft, schon oft wurde der Standort abgeschrieben. Doch eine aktuelle Entscheidung des Managements zerstört nun wohl die letzten Hoffnungen auf eine Zukunft des Werks mit 3.000 Mitarbeitern.


Nun scheint das Aus für das Opel-Werk im Ruhrgebiet tatsächlich zu kommen. Nach WDR-Informationen hat der Vorstand dem örtlichen Betriebsratschef Rainer Einenkel schon vor einigen Tagen eröffnet, dass Opel Bochum kein Nachfolgemodell für den Zafira bekommen wird. "Die Produktion soll Ende 2016 auslaufen und das bedeutet automatisch die Schließung des gesamten Bochumer Standortes", sagte Einenkel dem WDR. Über ein Ende für Opel in Bochum mit seinen mehr als 3.000 Beschäftigten wird schon seit Monaten spekuliert. Einenkel räumte ein, dass es in der Vergangenheit mehrere Schließungspläne gegeben habe. Die aktuelle Lage sei nun aber "ziemlich ernst". Das Unternehmen habe signalisiert, nicht mehr verhandeln zu wollen.

Wird Schließung am Montag verkündet?


Am Montag (10.12.2012) ist im Bochumer Ruhrcongress eine Betriebsversammlung geplant. Vertreter des Vorstandes wollten laut Einenkel ursprünglich nicht daran teilnehmen. Mittlerweile hat sich aber nach WDR-Informationen doch mindestens ein Vorstandsmitglied angekündigt. Es wird sogar darüber spekuliert, Vorstandschef Thomas Sedran werde den Mitarbeitern selbst die schlimme Nachricht überbringen. Der Betriebsratschef verlangt bei dem Treffen eine klare Positionierung des Managements gegenüber den Mitarbeitern.

Einenkel: "Opel kann nur verlieren"

Im Fall einer Werksschließung sieht der Betriebsrat die gesamte Zukunft von Opel düster. In Bochum handele es sich um eines der flexibelsten Opel-Werke, und eine Verlagerung der Produktion sei nicht so einfach möglich. "Opel kann nur verlieren, wenn man das Bochumer Fahrzeugwerk schließt", sagte der Betriebsratschef. Bei Opel war am Samstag nach Auskunft der Nachrichtenagentur dapd zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium antwortete auf eine dapd-Anfrage, man wolle sich nicht an Spekulationen beteiligen und es gebe keinen neuen Sachstand.

Die amerikanische Opel-Muttergesellschaft General Motors macht seit mehr als zehn Jahren Milliardenverluste in Europa und muss ihre Produktionskapazität reduzieren. Immer wieder waren auch Werkschließungen im Gespräch, wobei zumeist das Werk in Bochum genannt wurde.


Stand: 08.12.2012, 14.35 Uhr


Kommentare zum Thema (51)

letzter Kommentar: 10.12.2012, 12.47 Uhr

T.Weber schrieb am 10.12.2012, 12.47 Uhr:
Meiner Meinung nach haben die Opelaner zufrüh Resigniert. Warum nicht ein Generalstreik und GM die Stirn bieten?? Aber mit dem " Schönredner" H.Einenkel wohl kaum möglich. Schade, habe einige Opel gefahren, waren immer treue Begleiter.
Randy schrieb am 10.12.2012, 09.08 Uhr:
Hier haben viele noch gar nicht kapiert um was es überhaupt geht ! Es geht um Arbeitsplätze, um viele Existenzen die in Kürze Hartz4 Empfänger sind und nicht mehr am Leben teilnehmen können. Es ist völlig egal ob das Arbeitsplätze von Schlecker oder Opel oder sonstigen Firmen sind. Es sind Menschen die bislang Steuern und Sozialabgaben bezahlt haben. Die dem Staat jetzt auf der Tasche liegen obwohl sie das nicht wollen. Der Neidfaktor bei vielen hier ist einfach nur krank. Alles wird demnächst billiger in China produziert werden und hier trotzdem teuer verkauft werden. Die Manager machen mit ihrer Gier alles kaputt und manche freuen sich hier noch, wenn Väter ihre Arbeitsplätze verlieren und zu Sozialfällen werden oder in die Knechtschaft der Zeitarbeitsfirmen geraten. Wie verblödet und asozial muss man sein um anderen Menschen so etwas zu wünschen. Deutschland schafft sich ab und viele bejubeln das auch noch. Das ist einfach nur noch krank !
Sven Bauer schrieb am 10.12.2012, 07.25 Uhr:
diese überflüssigen und übertariflich bezahlten Opelaner fallen dann dem Steuerzahler nicht mehr zur Last.
heinzb aus nrw schrieb am 09.12.2012, 20.29 Uhr:
...."...Enrico Pelocke...,...., was für Gras rauchst Du denn, Die Bahn ist am Ende, fährt auf Verschleiß, hat nicht mal Klos zum Kacken in der S-Bahn, erhöht ständig die Preise, ist verdreckt und mit Verspätungen und hat keinen Service, wird von Steuergeldern am Kacken gehalten und die Mitarbeiter haben innerlich schon gekündigt.
Enrico Pelocke schrieb am 09.12.2012, 20.19 Uhr:
Warum tun Euch nur die Opelaner leid? Warum tun den Autokäufern nicht die Eisenbahner leid, die ihren Job verlieren? Kein Geld für die Rettung von Autowerken! Steckt das Geld lieber in Bahnund Bus, damit sie preiswert, pzünktlich, modern und kundenfreundlich ist!

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