Sebastian Sonntag

Sebastian Sonntag - Portrait

Sebastian Sonntag

Ernst, energetisch, hinterfragend.

Mal angenommen, ich wäre als Videospiel auf die Welt gekommen, ich wäre vermutlich eine Mischung aus einem "Action Adventure" und einem "Jump'n'Run". Ernst, energetisch und hinterfragend, aber mit viel Spielspaß, hoher Dynamik und ziemlich bunt.

Als ich 1978 auf die Welt gekommen bin, sahen Videospiele allerdings noch so aus:

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Trotzdem oder gerade deswegen haben digitale Medien und digitale Kultur in meinem Leben schon früh eine Rolle gespielt. Mit dem Gameboy an die Hand getackert bin ich durch meine Schulzeit gegangen und ins Internet habe ich mich eingewählt, als das WWW noch weitestgehend weiße Wüste war. Auf dem Schulhof war ich lange als der krasse Typ mit dem CD-Brenner bekannt, was mir zu unerwarteter Beliebtheit verhalf. Nicht völlig überraschend habe ich dann ein Studium mit dem Namen "Technik Kommunikation" gewählt.

Während des Studiums habe ich dann meine große Liebe kennengelernt. Das Radio! Wobei kennengelernt eigentlich nicht das richtige Wort ist. Leidenschaftlicher Radiohörer bin ich nämlich schon ziemlich lange (früher gern abends im Bett und immer schon mit viel Wortanteil). Durch das Uniradio konnte ich dann die Seiten wechseln und habe festgestellt, das Radiomachen noch mehr Spaß macht als Radiohören.

Bei 1LIVE konnte ich meine Radioliebe zu meinem Beruf machen. Sieben Jahre lange habe ich mich um aktuelle Netzthemen und digitale Kultur gekümmert, ein Themenbereich, der mich auch bei "Töne, Texte, Bilder – Das Medienmagazin" hier bei WDR5 beschäftigt. Nebenbei suche ich für Funkhaus Europa das beste Bewegtbild aus Videoportalen und Mediatheken im Netz, bin professioneller Sonntags-Frühstücker bei DRadio Wissen oder bringe Schülern bei, wie man Radio macht.

Und wenn Sie mich jetzt fragen, was mich eigentlich mit WDR5 verbindet: eine lange Geschichte, die 1992 mit dem WDR-Hörspiel "Der Herr der Ringe" angefangen hat. Großartig! Macht jeder Verfilmung Konkurrenz!
Bis heute sitze ich gerne mal gebannt im bereits vor der Haustür geparkten Auto, um "Politikum", "Satire Deluxe" oder "Leonardo" zu Ende zu hören. - Und nun darf ich Letzteres sogar selbst moderieren. Wow, was für eine schöne Aufgabe!