König der Impressionisten

König der Impressionisten

Claude Monets Seerosen-Bilder oder die Serie über die Kathedrale von Rouen gehören zu den berühmtesten Werken des Impressionismus. Der französische Maler schuf 1872 sogar das Gemälde, das der Kunstströmung überhaupt ihren Namen gab.

Bild von Claude Monet

Dieses Bild von Monet begründete den Begriff "Impressionismus". Sein 1872 gemaltes Werk "Impression, soleil levant" ("Stimmung bei Sonnenaufgang", Ausschnitt) wurde namengebend für ihn und die Gruppe junger Maler, mit denen er gemeinsam 1874 in Paris ausstellte: Ein Kritiker bezeichnete sie abwertend als "Impressionisten".

Dieses Bild von Monet begründete den Begriff "Impressionismus". Sein 1872 gemaltes Werk "Impression, soleil levant" ("Stimmung bei Sonnenaufgang", Ausschnitt) wurde namengebend für ihn und die Gruppe junger Maler, mit denen er gemeinsam 1874 in Paris ausstellte: Ein Kritiker bezeichnete sie abwertend als "Impressionisten".

Claude Monet wurde am 14.11.1840 in Giverny in der Normandie geboren. Er sollte zum König einer ganzen Stilrichtung der Malerei werden. "Er hatte einen Charakter aus Stahl, und diese Willenskraft hat ihn zur führenden Persönlichkeit unter den Impressionisten gemacht. Alle sind ihm gefolgt und haben ihn respektiert", sagt Michel de Decker, Biograph Monets.

Seine künstlerische Karriere begann Monet als Karikaturist. Seine Werke stellte er im Schaufenster des einzigen Rahmenhändlers in Le Havre aus. Das Foto zeigt Monets Karikatur des Notars Léon Marchon. Sie entstand etwa 1855/1856.

Monet wechselte bald zur Malerei. Mit Vorliebe malte er im Freien. Auf diese Weise entstand zum Beispiel das berühmte Bild "Das Frühstück im Grünen" (Ausschnitt) aus der impressionistischen Frühphase (1865/1866). Der Maler fertigte eine Vorstudie im Wald von Fontainbleau an und übertrug sie später im Atelier in ein größeres Format.

Auf dem Weg zur klassischen Form des Impressionismus schuf Monet unter anderem Reisebilder. 1884 hielt er sich in Bordighera in Ligurien an der italienischen Riviera auf. Dort entstand auch das Bild "Garten in Bordighera". In der Hochphase des Impressionismus ging es den Impressionisten dann darum, einen Gegenstand in seiner Augenblickswirkung wiederzugeben. Unter dem Einfluss der japanischen Holzschnittkunst verzichteten sie auf klassische Kompositionstechniken.

Die Seerosen-Bilder gehören zu den vollendeten Beispielen des Impressionismus. 1883 zog Monet nach Giverny, wo er im Garten seines Hauses einen Seerosenteich anlegte. Ab 1899 wurden sie zum Hauptmotiv seiner Bilder. Heute wollen 650.000 Besucher im Jahr den berühmten Garten sehen, vor allem den Teich.

Monet schuf mehrere Serien. Dazu gehört auch die über die Kathedrale von Rouen. Sie entstand zwischen 1892 und 1894. Die Serie gilt als diejenige, in der er sich am intensivsten einem einzigen Ort widmete. Er malte für die Rouen-Bilder jeweils im Winter 1892 und 1893 und überarbeitete die etwa 30 Leinwände dann aus der Erinnerung im Atelier.

1900 unternahm Monet eine Motivreise nach London und begann dort eine Serie von Bildern des Parlaments von London und der Waterloo Bridge. Die London-Serie ist nach den Seerosen-Bildern die umfangreichste im Werk des Malers.

1908 schuf Monet während eines Venedig-Aufenthalts 37 Bilder. Sie weisen, wie die London-Gemälde, in ihrem Abstraktionsgrad bereits über den Stil des Impressionismus hinaus.

Monet starb am 5. Dezember 1926 in Giverny. Bis in die 1890er-Jahre blieb seine finanzielle Lage angespannt. Erst die Rouen- und die London-Serie konnte er, vor allem durch die Vermittlung des Kunsthändlers Paul Durand-Ruel, zu hohen Preisen verkaufen.

Stand: 14.11.2015, 00:00 Uhr