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WDR 3 Werkbetrachtung: W. A. Mozarts Sinfonie g-Moll

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Eine Notenhandschrift von Wolfgang Amadeus Mozart aus der Sinfonie in g-Moll KV 550

WDR 3 Werkbetrachtung: W. A. Mozarts Sinfonie g-Moll

Mozarts vorletzte Sinfonie in g-Moll wurde ein Welterfolg. Das Eröffnungsmotiv hat es bis in die Werbung und zum Telefonklingelton geschafft. Der Dirigent David Marlow erläutert das Werk mit Stellen, die das WDR Sinfonieorchester eigens für diese WDR 3 Werkbetrachtung aufgenommen hat.

WDR 3 Werkbetrachtung: Mozarts Sinfonie g-Moll

15:15 Min.

Unruhe, Klage oder sogar Verzweiflung – viele düstere Facetten haben Mozart-Forscher in der g-Moll Sinfonie Nr. 40 erkennen wollen, auch weil Mozart, als er dieses Werk komponierte, Schulden aufhäufte und Bettelbriefe an Freunde und Bekannte zu schreiben begann. Der Charakter dieser Sinfonie ist daher eher düster, Mozart verzichtet außerdem auf den Einsatz von Trompeten und Pauken, anders als etwa in der fast zeitgleich entstandenen Jupiter-Sinfonie.

Wenn man einzelne Harmonien aus der g-Moll Sinfonie zusammenfügt und zu einem einzigen Akkord verdichtet, wird klar, wie modern Mozart hier komponiert hat – so modern, dass sogar der radikale Erneuerer Arnold Schönberg Anfang des 20. Jahrhunderts darin eine Vorbildfunktion erkannt hat. Doch so kühn manche Kompositionstechniken auch anmuten, Mozart möchte vor allem die Tiefe menschlichen Erlebens ausdrücken, nicht nur in seinen Opern, sondern auch in seinen Sinfonien. Dabei erweist er sich als ein Meister der subtilen Abwandlung. Wenn er seine eigenen Motive aufgreift und geringfügig verändert, erzeugt er immer wieder neue Stimmungen. Der Dirigent David Marlow zeigt mit dem WDR Sinfonieorchester Köln, wie neuartig Mozarts Musiksprache wirklich ist.

Eine Collage von Eva Küllmer und Matthias Sakowski

Stand: 16.03.2016, 10:27