Die fröhliche Metzgerin aus Kamp-Lintfort

Staffel 9: Zu Gast bei Bärbel Bird

Die fröhliche Metzgerin aus Kamp-Lintfort

Die Reise der „Land & Lecker“-Frauen geht weiter: Am Niederrhein in Kamp-Lintfort liegt der Hof von Bärbel Bird. Gut Frohnenbruch ist ein 700 Jahre altes Rittergut. Alleine das alte Gebäude immer wieder zu renovieren, ist für die Birds schon eine Lebensaufgabe. Seit 1846 ist es im Familienbesitz der Birds - inzwischen schon in der 6.Generation.

Bärbel führt den Hof zusammen mit ihrem Mann Klaus. Tochter Eva arbeitet mit im Hofladen und Sohn Paul macht gerade seine Ausbildung zum Landwirt - die nächste Generation steht also bereits in den Startlöchern.

Große Liebe, neuer Beruf
Dass sie einmal auf einem Bauernhof leben und arbeiten würde, das hätte Bärbel nie gedacht. Wie so oft war es auch bei Bärbel die Liebe, die ihre Pläne durchkreuzte. Um auf dem Hof von Klaus mitarbeiten zu können hat die gelernte Restaurantfachfrau eine Weiterbildung zur Fleischermeisterin gemacht. Denn der Schwerpunkt des Hofes ist die Rinderhaltung und die Fleischerzeugung. Für den landwirtschaftlichen Teil auf dem Hof ist ihr Mann Klaus zuständig. Bärbel kümmert sich um die  Verarbeitung und Vermarktung des Fleisches und alles, was mit dem Hofladen zu tun hat.

Vorbildlich bio
200 Limousin-Rinder grasen hier in tief liegenden Weideflächen und sind fast das ganze Jahr über draußen. Nur die kalte Jahreszeit verbringen sie in einem Außenklimastall. Die Birds führen den Hof seit 2002 nach ökologischen Richtlinien und das so vorbildlich, dass Gut Frohnenbruch als "Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau" ausgewählt worden ist. Sowohl Experten als auch Verbraucher können sich hier überzeugen, dass moderne Landtechnik und ökologischer Landbau hervorragend zueinander passen.

Glückliche Legehennen und  Bruderhähne
Vorbildlich ist auch ein weiteres Geschäftsfeld auf dem Bioland Hof. Neben den rund 1000 Legehennen ziehen die Birds auch die  Brüderhähne auf. Der „kleine Bruder“ der Legehennen kann keine Eier legen und wird in den meisten Betrieben direkt nach der Geburt getötet, denn sie gelten als unwirtschaftlich weil sie nicht so viel Fleisch ansetzen wie Masttiere. Hier auf dem Gut werden die Tiere mitgehalten und werden  anschließend im eigenen Hofladen verkauft. Möglich ist die, weil die Kunden der Birds bereit sind für die Eier der Hennen etwas mehr zu bezahlen und so die kleinen Brüder mit durchgefüttert werden können.

Da Bärbel ihren Beruf als Metzgerin sehr gerne ausübt, wird es am Dinnertag für die Landfrauen auf jeden Fall ein gutes Stück Fleisch geben. Natürlich vom hofeigenen Rind - und natürlich selbst zerlegt.

Weitere Infos: www.frohnenbruch.de

Stand: 07.02.2017, 17:21

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