Komfortabel surfen ohne Barrieren

Montage: Frau vor Laptop, Screenshot WDR

Komfortabel surfen ohne Barrieren

Im Jahr 1825 erfand Louis Braille die Blinden-Schrift. Der Welt-Braille-Tag am 4. Januar ehrt den Franzosen, der Sehbehinderten erstmals das Lesen des gedruckten Wortes ermöglichte - ohne Barrieren. Die Barrierefreiheit ist auch eines der Grundprinzipien des WDR-Internetangebots.

Das Internetangebot des WDR ist in Inhalt, Gestaltung und in technischer Hinsicht darauf ausgerichtet, unsere Informationen möglichst allen Nutzerinnen und Nutzer zugänglich zu machen. Menschen mit Behinderungen werden durch unsere Art der Programmierung ebenso unterstützt, wie Menschen mit technischen Einschränkungen (langsamer Computer, langsame Datenleitung). Alle Menschen profitieren im Alltag von Barrierefreiheit.

So können zum Beispiel alle Seiten und ihre Elemente vergrößert oder verkleinert werden. Dies kommt nicht nur Menschen mit Sehbehinderungen zugute, sondern auch allen, die nach einem langen Bürotag ihre müden Augen entlasten wollen. Kontrastreiches Webdesign hilft ebenfalls sehbehinderten Nutzern und auch Normalsichtigen, die unter ungünstigen Lichtverhältnissen arbeiten müssen.

Die Programmierung unserer Seiten ist auf Software und Geräte ausgerichtet, die auch blinden Menschen unsere Texte zugänglich machen. Gehörlose finden in unseren Texten Informationen, die ihnen Radio und Fernsehen nicht bieten können. Außerdem halten wir eine wachsende Zahl von Abruf-Videos bereit, die von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt werden.

Untertitel und Audiodeskription

Innerhalb der ARD hat der WDR seit 2007 die Spitzenposition in Sachen Barrierefreiheit inne. Der WDR sendet bei vielen Sendungen in der ARD und im WDR Fernsehen mit Videotext-Untertitel. Diese helfen Hörgeschädigten beim Fernsehen. Zahlreiche Mitarbeiter bereiten Sendungen vor beziehungsweise sprechen die Untertitel live mit. Die Untertitel werden am unteren Bildrand eingeblendet. Durch die Erläuterung des gesprochenen Textes und auch der Geräusche wird der Film oder die Fernsehsendung für Hörgeschädigte möglichst anschaulich wiedergegeben. Erreichbar sind diese über die Seite 150 des WDR-Textes.

Auch Blinde und Sehbehinderte können das WDR Fernsehen nutzen. Neben der Untertitelung für Hörgeschädigte bietet der WDR auch Hörfilm-Fassungen in seinem barrierefreien Angebot an. Und so funktioniert es: In den Sprecher- bzw. Dialogpausen werden bei den Sendungen mit Audiodeskription Schauplätze und Personen sowie deren Mimik und Gestik genau beschrieben. Der akustische Kommentar ist vergleichbar mit einem Hörspiel und bietet den Blinden und Sehbehinderten ein besseres Verständnis der gezeigten Handlung, Szenen und Bilder. Über viele Jahre hat der WDR etwa 15.000 Sendeminuten jährlich für WDR Fernsehen und Das Erste untertitelt sowie seit 2006 pro Jahr 12 Tatorte jährlich audiodeskribiert (=1.080 Minuten). Heute untertitelt der WDR pro Jahr rund 200.000 Sendeminuten und ca. 5.040 Minuten werden audiodeskribiert.

Unsere Webseiten sind außerdem optimiert für Pocket-Computer sowie für Surfer, die sich lieber per Tastatur durchs Internet bewegen.

Verständlichkeit für alle

Wir legen großen Wert auf die Verständlichkeit unserer Informationen. Dies gilt nicht nur für die Klarheit der Sprache in unseren Berichten, sondern auch für die verständliche und eindeutige Beschriftung der verschiedenen Elemente in unseren Artikeln.

Links sind im WDR-Internetangebot stets als Links erkennbar. Bereits der Linktext enthält Hinweise auf Art und Inhalt der verlinkten Seite. Auch Bildelemente sind mit Erklärtexten versehen, damit Nutzer, die die Bilder nicht sehen können, die Bildinformation dennoch erhalten.

Für den normal sehenden Nutzer sind sie zunächst nicht sichtbar. Doch in unseren Texten gibt es Kennzeichnungen z.B. für Abkürzungen und die dazu gehörigen Erklärungen. Auch fremdsprachliche Wörter sind als solche markiert, damit die Computerstimme, die blinden Nutzerinnen und Nutzern den geschriebenen Text vorliest, die Worte richtig aussprechen kann.

Farbe und Kontraste

Bei der Seitengestaltung gilt der Grundsatz, dass die Übersichtlichkeit und Lesbarkeit jeder Seite optimal sein muss. Generell sind die Internetseiten des WDR in Grafik und Schrift möglichst kontrastreich gestaltet. Hinzu kommt einausreichender Zeilenabstand bei den Texten sowie die Lauflängenbeschränkung zur besseren Lesbarkeit.