Super-GAU in Tschernobyl: Woran erinnern Sie sich?

Super-GAU in Tschernobyl: Woran erinnern Sie sich?

Nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl erhöht sich wenige Tage später auch in Deutschland die radioaktive Strahlung. Die Angst vor Strahlenschäden macht sich breit. Welche Erinnerungen haben Sie an die Reaktorkatastrophe vor 30 Jahren?

Kommentare zum Thema

11 Kommentare

  • 11 Patrick Keiser 27.04.2016, 21:27 Uhr

    Ich war mit meiner Schulklasse auf Norderney als das Unglück passierte.

  • 10 Bonner 26.04.2016, 19:57 Uhr

    Ich erinnere mich an das erste Rhein in Flammen in Bonn. Es war ein regnerischer Abend, als wir mit der Familie am Rhein unterwegs waren. Alle wurden nass. Im Nachhinein erfuhren wir, dass den Feuerwehr- und Rettungskräften empfohlen wurde, sich im Wagen aufzuhalten. Die 100.000den Besucher waren dagegen dem radioktiven Regen ausgesetzt. Auch unser Sportlehrer ließ uns Einige Wochen nach der Karastrophe auf dem Ascheplatz laufen, obwohl das Kultusministerium eine Warnung rausgegeben hatte. Erst als sich die ersten Eltern später beschwerten, durften wir die folgenden Sportstunden in der Halle verbringen.

  • 9 Claudia Weber c.weber@cwkm.de 26.04.2016, 14:08 Uhr

    Ich habe zu der Zeit auf den Kanarischen Inseln gearbeitet, diese waren so lt. Medien von diesem Unglück nicht betroffen. In den folgenden Tagen telefonierte ich mit meiner Mutter, die mir erzählte, Deutschland würde lt. einer großen deutschen Tageszeitung jetzt mit der Frischmilch von den Kanarischen Inseln versorgt. Daraufhin fragte ich meine Mutter, wie das denn gehen sollte, sie wäre doch selbst auf allen Kanarischen Inseln gewesen und hätte sich alles angesehen, wo denn die Kühe sein sollten. Es gibt so gut wie keine Kuh dort. Meine Familie kommt aus dem Rheinland zwischen Düsseldorf und Köln und wir sind mit vielen Milchbauernhöfen aufgewachsen. ..... da guckt man nach Kühen, sofern welche da sind..... Welche Milch nun in Deutschland zu der Zeit verkauft wurde, ist mir bis heute ein Rätsel.

  • 8 Bernhard Scholz 26.04.2016, 13:44 Uhr

    Ich war damals mit meiner Freundin in Wien. Superwetter, wir sind über einen Wochenmarkt gegangen und haben Erdbeeren gegessen. Ich hatte noch jahrelang immer wieder ein ungutes Gefühl deswegen....

  • 7 70er Kind 26.04.2016, 13:23 Uhr

    Wir durften nicht im Sandkasten spielen, in der Schule gab es draußen keinen Sport und Milch wurde auch gemieden. War komisch, auch als Kind!

  • 6 Bienemaja63 26.04.2016, 13:16 Uhr

    Wir, mein Freund und ich waren im Campingurlaub, ein Monat Spanien und dann die ganze Küste, Spanien und Frankreich zurück. Am ersten Abend - es war bestimmt schon Mai - in Frankreich hörten wir von Deutschenurlaubern von der Kathastrophe, die einige Tage zuvor passiert war. Die sagten, dass es komisch sei inDeutaschland die totale Kathastrophe und in Frankreich gab es Tschernobil wohl nicht.

  • 5 WW 25.04.2016, 19:53 Uhr

    Was mich persönlich angeht, erinnere ich mich daran, dass ich an einem Tag kurz nach dem Unfall (Den genauen Tag weiß ich nicht mehr.) einen Spaziergang gemacht habe, auf dem es zu regnen begann. Ich musste dann noch eine geraume Zeit durch den möglicherweise radioaktiv belasteten Regen gehen. Und im anschließenden Herbst galt galt es, der Verlockung zu widerstehen, das am Boden liegende Laub aufzuwirbeln.

  • 4 Heike 22.04.2016, 10:17 Uhr

    Schlimm war, dass die Infos nur nach und nach durchsickerten. Und die Hilflosigkeit, weil keiner wusste wie groß die Gefahr ist, was zu tun ist. Eltern nicht, Politiker nicht.

  • 3 Beatrix 19.04.2016, 17:13 Uhr

    Studierte damals in Trier und erinnere mich an den Broccoli, der besonders kontaminiert war. Man sollte nur TK-Gemüse essen. Und alle Milchprodukte waren kritisch, wenn frischen Joghurt, dann sollte der aus norddeutscher Milch hergestellt sein, da diese weniger belastet war als süddeutsche und besonders ostdeutsche. Damals wurde nämlich schon Milch aus Ostdeutschland vom Westen aufgekauft. Es war ein prägendes Erlebnis, und man fühlte sich ohnmächtig ausgeliefert. Atomkraft - nein danke!

  • 2 studentderachziger 19.04.2016, 16:13 Uhr

    Studierte damals in Bonn und erinnere mich an den Radio-Ratschlag, mit dem Regenmantel unter die Dusche zu gehen, wenn man in Regen geraten war, um den zu dekontaminieren. Das war schon eine sehr surreale Stimmung, auch diese hilflosen Beschwichtigungen von Politikern (Innenminister Zimmermann) im Fernsehen. Der Wetterbericht als Drohkulisse. Es war mit Händen zu greifen: Wäre der Fall-out hierzlande schlimmer gekommen, niemand hätte ein Konzept gehabt.

  • 1 Elke 19.04.2016, 13:19 Uhr

    Ich erinnere mich, dass wir alle Klamotten gewaschen haben und einen Vorrat an H-Milch angelegt haben, Frischmilch haben wir erst mal vermieden. Es war insgesamt schon gruselig ...