Kernkraftwerk Gundremmingen B+C

Kernkraftwerk Gundremmingen

Kernkraftwerk Gundremmingen B+C

Ende: 2021

  • Insgesamt zwei Blöcke
  • lnbetriebnahme: jeweils 1984
  • Block B läuft 2017 aus, Block C 2021
  • Reaktor: Siedewasserreaktoren
  • Elektrische Bruttoleistung: jeweils 1344 MWe
  • Betreiber: Kernkraftwerk Gundremmingen Betriebsgesellschaft mbH (75 % RWE Energie AG, 25 % E:ON Kernkraft GmbH)
  • Meldepflichtige Ereignisse seit Inbetriebnahme: Block B: 119, Block C: 108

Das Kernkraftwerk steht in Gundremmingen im schwäbischen Landkreis Günzburg in Bayern.

Besonderheiten:

Im Mai 2017 wurde bekannt, dass die zulässige Leistung in den zurückliegenden Jahren vorsätzlich mehrfach überschritten wurde. Ein Anti-Atom-Bündnis will mit einer Petition an den bayerischen Landtag ein früheres Abschalten des Kernkraftwerks erreichen. Mehrere Vereine hatten im Juli 2017 die ersten Unterschriftenlisten überreicht.

Im April 2016 wurde ein Computervirus entdeckt. Eine Gefährdung des Personals oder der Bevölkerung habe es laut Betreiber nicht gegeben, da alle sensiblen Bereiche des Kraftwerks nicht mit dem Internet verbunden seien. Wenige Tage zuvor hatten mehrere Hundert Menschen für eine baldige Abschaltung des AKW demonstriert.
1977 kam es hier zum schwersten Atomstörfall in der Geschichte Deutschlands: 200 Kubikmeter stark radioaktives Wasser traten aus und verseuchen das Gelände. Block A wurde daher 1980 stillgelegt.
Bereits 1975 machte das AKW Schlagzeilen. In Gundremmingen ereignete sich bei Wartungsarbeiten ein Unfall, bei dem zwei Arbeiter durch heißen, radioaktiven Dampf tödlich verbrüht wurden - es war das erste Unglück mit Todesfolge in einem bundesdeutschen Atomkraftwerk.
Block A wurde 1977 stillgelegt.

Stand: 13.09.2017, 06:00