FAQ: Die #abgasalarm-Messaktion

Kölner messen Luft

FAQ: Die #abgasalarm-Messaktion

Was hat der WDR gemessen? Was sind die Daten wert? Fragen und Antworten zur WDR-Messaktion #abgasalarm.

Was wurde gemessen?

Bei der #abgasalarm-Aktion haben wir ausschließlich Stickstoffdioxid gemessen. Dessen Jahresgrenzwert beträgt 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und wurde in Düsseldorf zuletzt mehrfach überschritten.

Wo wurde gemessen?

Bei der Messaktion lag unser Fokus auf zwei Aspekten: Zum einen wollten wir wissen, wie hoch die Stickstoffdioxid-Werte dort sind, wo nicht regelmäßig gemessen wird. Welchen Einfluss hat zum Beispiel die Bebauung, wie sieht es an den Tunnelein- und ausfahrten aus und gibt es eventuell Muster, die wir erkennen können?

Zum anderen haben wir einen Schwerpunkt auf Kindergärten, Schulen und Spielplätze gelegt, um den Stickstoffdioxid dort zu ermitteln.

Welche Technik wurde für die Messung verwendet?

Ein Messröhrchen am Baum misst die Abgase an einer Straße.

Wir haben mit so genannten Passivsammlern gemessen. Das sind Plastikröhrchen, die nach der "Aktivierung" Stickstoffdioxid aus der Luft auffangen. Nach einer bestimmten Zeit - bei unserer Messung nach vier Wochen - werden die Röhrchen verschlossen und zur Analyse an ein Labor geschickt. Wir haben die Passivsammler von der Schweizer Passam AG auswerten lassen.

Wie zuverlässig sind die Werte?

Die vom WDR eingesetzten Passivsammler erfüllen die EU-Richtlinien in Bezug auf die Messgenauigkeit.

Allerdings wurde nur ein Monatsmittelwert erhoben - der offizielle Grenzwert bezieht sich aber auf den Jahresmittelwert. Damit ist die Messung des WDR kein Ersatz für die behördliche Messung.

Durch die Menge der eingesetzten Passivsammler können aber Rückschlüsse auf die Schadstoffbelastung gezogen werden.

Haben Sie weitere Fragen zum #abgasalarm? Dann schreiben Sie uns unter data@wdr.de

Stand: 02.05.2018, 06:00