Schmuckdesign - Ein filigranes Handwerk

Verschiedene Südseeperlen.

Schmuckdesign - Ein filigranes Handwerk

Einzigartige Ketten, goldene Ringe oder aufwändig hergestellte Armreifen: Schmuck begeistert die Menschen seit jeher. Wer Schmuck nicht nur tragen, sondern auch entwerfen und herstellen möchte, kann Schmuckdesign studieren.

Der Studiengang Schmuckdesign ist noch relativ jung. Inhaltlich geht es sowohl um die Herstellung individueller Einzelstücke, als auch um die Serienproduktion von Schmuckstücken. Auf dem Lehrplan stehen theoretische Fächer, in denen sich die Studierenden unter anderem mit Designgeschichte, Kultursoziologie, Kunstgeschichte und der Beschaffenheit einzelner Materialen beschäftigen.

Aber auch jede Menge Praxis wird ihnen vermittelt. Traditionelle Techniken wie Galvanik, Gravieren, Emaillieren und Schmiedetechniken gehören ebenso dazu wie das computergestützte Entwerfen, Konstruieren und Produzieren von Schmuckstücken. Da die meisten Absolventen nach dem Studium in die Selbstständigkeit gehen, werden zudem marketingorientierte Module angeboten. Grundlagen in BWL, Designpositionierung, Rhetorik und Designpräsentation sollen die Schmuckdesigner für den Berufseinstieg fit machen.

Voraussetzungen

Der Bachelorstudiengang Schmuckdesign wird nur an wenigen Fachhochschulen angeboten. Neben Abitur oder Fachabitur legt jede Hochschule eine praxisbezogene Zulassungsvoraussetzung fest. Mal müssen die Bewerber eine Arbeitsmappe einreichen, mal eine Eignungsprüfung bestehen oder nachweisen, dass sie ein Vorpraktikum oder eine abgeschlossenen Berufsausbildung im metallverarbeitenden Sektor absolviert haben.

Düsseldorfer Schmuckdesign-Studium

Die Hochschule Düsseldorf (HSD) bietet den Bachelor-Studiengang "Applied Art and Design" an. Nach Angaben der Hochschule profitieren die Studierende hier vom Standort Düsseldorf als "Meltingpot" von Design, Kunst, Kultur, Musik, Werbung und Mode. Durch die engen Verflechtungen des Studienganges mit dem kulturellen und beruflichen Umfeld der Stadt bieten sich vielfältige Möglichkeiten der beruflichen Orientierung.

Jobaussichten

Schmuckdesigner sind als Angestellte in Designbüros und Betrieben oder selbstständig mit eigenen Ateliers und/oder in Galerien und Museen tätig. Wie in jedem kreativen Beruf ist Leidenschaft ein wichtiger Erfolgsfaktor. Gerade zu Beginn des Berufslebens sind hohe Gehälter eher Mangelware. Wer sich in der Szene einen Namen machen will, braucht neben herausragenden Fähigkeiten auch Glück und Durchhaltevermögen.

Stand: 09.05.2017, 22:50