Darum leben Wasserbüffel in NRW

Wasserbüeffel grasen auf einer Weide.

Darum leben Wasserbüffel in NRW

Von Alexandra Rank

  • Wasserbüffel pflegen Naturschutzgebiete
  • Dung lockt mehr verschiedene Insekten an
  • Auch Bauern bauen Wasserbüffel-Herden auf

Wasserbüffel sieht man längst nicht mehr nur beim Ausflug in den Zoo oder einer Reise durch Asien. Die robusten und genügsamen Riesen sind inzwischen auch in Deutschland häufiger zu sehen. Der Deutsche Büffelverband spricht von mehr als 6000 Büffeln, die mittlerweile in Deutschland gehalten werden – Tendenz steigend.

Von Beruf Landschaftspfleger

Ganz bewusst werden Wasserbüffel in Naturschutzgebiete gebracht – zum Beispiel in die Wahner Heide südöstlich von Köln oder auf die Bislicher Insel bei Xanten im Kreis Wesel. Denn im Gegensatz zu Kühen fressen Wasserbüffel auch gerne an Orten, an denen es anderen Tieren zu nass ist und sie mögen Pflanzen, die andere Tierarten verschmähen. Wo Wasserbüffel leben, werden auch struppige Gräser oder stacheliger Weißdorn auf ganz natürliche Weise gemäht.

Wasserbüffel stören den verkehr auf der A3.

Wasserbüffel sorgen auf der A3 für Chaos und können erst nach einer Betäubung abtransportiert werden.

Artenschutz durch Wasserbüffel

Die großen Tiere tragen mit ihrem ihr Verhalten auf ganz unterschiedliche Weise dazu bei, dass der natürliche Lebensraum vieler Arten erhalten bleibt.

Mit ihrem Gewicht trampeln sie beispielsweise Pflanzen nieder und sorgen so dafür, dass Tümpel nicht zuwachsen. Die Biotope bleiben langfristig als Lebensraum für andere Arten erhalten. Auch Wasserbüffel lieben Wasser und lockern bei ihrem Bad ganz nebenbei die Erde am Ufer auf.

Kot bei Insekten beliebt

Selbst der Dung trägt zur Artenvielfalt in Naturschutzgebieten bei: Er lockt mehr unterschiedliche Insekten an als der Kot anderer Tierarten. Das zieht auch mehr Vögel an, die sich von Insekten ernähren.

Wasserbüffel auf dem Bauernhof

Die robusten und genügsamen Tiere sind mittlerweile auch in der Landwirtschaft beliebt. Nicht um auf traditionelle Weise den Acker zu pflügen, sondern um das Hofangebot zu erweitern: Aus der Milch lässt sich Büffel-Mozzarella herstellen, das Fleisch hat im Vergleich zu anderen Sorten wenig Fett und Cholesterin, schmeckt zart und erinnert an den Geschmack von Wild.

Stand: 14.05.2018, 16:48