Dem Wald in NRW geht es etwas besser

Dem Wald in NRW geht es etwas besser

Wie gut geht es dem Wald? Seit den Jahren, in denen saurer Regen und Waldsterben Thema waren, hat sich die Lage etwas verbessert. Aber das ist kein Grund zur Entwarnung.

Baumkronen, deren Blätter herbstlich verfärbt sind, aus der Luft fotografiert bei Sonnenschein

Insgesamt beschreibt das Düsseldorfer Umweltministerium die Situation der Wälder als "nicht befriedigend". Zwar habe sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr leicht gebessert, heißt es im aktuellen Waldzustandsbericht. Nicht gut ist vor allem der Zustand vieler Laubbäume - aber gerade die sind wichtig für die Stabilität des Ökosystems Wald.

Insgesamt beschreibt das Düsseldorfer Umweltministerium die Situation der Wälder als "nicht befriedigend". Zwar habe sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr leicht gebessert, heißt es im aktuellen Waldzustandsbericht. Nicht gut ist vor allem der Zustand vieler Laubbäume - aber gerade die sind wichtig für die Stabilität des Ökosystems Wald.

Verantwortlich für den leicht positiven Trend sei der bessere Zustand der Buchen und Fichten, so das Ministerium. Gemessen wird beim jährlichen Bericht die Dichte der Baumkronen. Eine deutliche so genannte Kronenverlichtung wurde bei 25 Prozent der Bäumen beobachtet (2016: 29 Prozent), eine schwache Kronenverlichtung bei 45 Prozent (2016: 43 Prozent) und keine Kronenverdichtung bei 30 Prozent (2016: 28 Prozent).

Eines der Sorgenkinder ist derzeit die Eiche. Seit 2013 hatte sich ihr Zustand immer weiter gebessert, diese Entwicklung ist nun gestoppt. Die deutlichen Schäden stiegen um vier Prozentpunkte auf 33 Prozent.

Ein Grund: Durch das trocken-warme Frühjahr gab es nicht so viele Fraßinsekten (wie hier der Eichenprozessionsspinner). Dabei ist es für die Eichen besser, wenn viele Insekten die Bäume im Frühjahr kahl fressen, denn dann reagieren die Bäume auf die fehlende Blattmasse durch verstärkten Blattaustrieb. Dies ist 2017 ausgeblieben, daher sind viele Baumkronen jetzt in schlechtem Zustand.

Die Bäume haben auch weniger Früchte ausgebildet und insgesamt haben weniger Bäume Eicheln angesetzt.

Rosskastanien gelten seit einiger Zeit als Sorgenkinder. Sie stehen vor allem in Ortschaften und an Alleen, seltener in Wäldern. Seit einigen Jahren macht den stattlichen Kastanien die Miniermotte zu schaffen. In diesem Jahr sind die braunen Baumkronen besonders auffällig.

Der Befall der Bäume durch die Miniermotte, die die Blätter zerfrisst, hat in NRW inzwischen solche Ausmaße angenommen, dass die Rosskastanien als im Bestand stark bedroht eingestuft werden.

Obwohl zu Beginn des Jahres die Sonnenscheindauer hoch und die Niederschlagsmengen niedrig waren, war der Waldboden laut Zustandsbericht gut mit Wasser gesättigt. Das ist wichtig, damit Bäume die Nahrung - zum Beispiel Stickstoff, Phosphor und Kalium - besser aufnehmen und Spannung entwickeln können, um die Nährstoffe in die Blätter und Nadeln zu transportieren.

Stand: 21.11.2017, 14:26 Uhr