Leuchtkäfer im Liebesrausch

Leuchtkäfer im Liebesrausch

Von Katja Goebel

Jetzt im Frühsommer haben Glühwürmchen ihren glanzvollen Auftritt. Die Käfer locken potenzielle Partner mit Lichtsignalen. Doch im Tanzspektakel lauern tödliche Trickser.

Leuchtkäfer-Larve überfälle eine Schnecke

Dem Gärtner ist der Leuchtkäfer im Larvenstadium ein gern gesehener Helfer. Das Glühwürmchen frisst gerne Schnecken und tötet sie mit gezieltem Giftbiss.

Dem Gärtner ist der Leuchtkäfer im Larvenstadium ein gern gesehener Helfer. Das Glühwürmchen frisst gerne Schnecken und tötet sie mit gezieltem Giftbiss.

Auch die Larven können übrigens schon leuchten - allerdings zum Schutz vor Fressfeinden.

Während die männlichen Glühwürmchen hierzulande auf ihrem kurzen abendlichen Lichterflug permanent leuchten, gibt es andere Arten - zum Beispiel in Südeuropa - die quasi "morsend" durch die Gegend fliegen und blitzende Lichtsignale von sich geben. Erwachsene Leuchtkäfer leben nur wenige Wochen. Sie fressen nicht mehr und sind ausschließlich mit der Fortpflanzung beschäftigt.

Wie können Glühwürmchen ihr Licht einschalten? In den Leuchtzellen an der Bauchseite des Hinterleibes der Tiere findet eine biochemische Reaktion statt, bei der die freiwerdende Energie in Licht umgesetzt wird. An der Unterseite seines Körpers hat der Leuchtkäfer helle Haut, sodass die Lichtsignale so gut sichtbar sind. "Stellt man den Glühwürmchen allerdings nach, können sie sofort ihr Licht ausschalten", erklärt Karl-Heinz Jelinek.

Bei ihrem Freiersflug fliegen die männlichen Glühwürmchen kreisend über Wiesen. "Sie müssen schnell sein, denn Fressfeinde lauern überall. Die männlichen Glühwürmchen können froh sein, wenn sie überhaupt einmal zur Paarung kommen."

Stand: 17.06.2017, 06:00 Uhr