Nabu-Zählung: Kennen Sie diese Gartenvögel?

Hausrotschwanz-Weibchen auf einem Ast

Nabu-Zählung: Kennen Sie diese Gartenvögel?

  • Naturschutzbund ruft zum Zählen auf
  • Aktion "Stunde der Gartenvögel"
  • Daten können online gemeldet werden

Wie sieht es um den Bestand der Gartenvögel in NRW aus? Welche Arten sieht man am häufigsten und welche werden immer seltener? Tierschützer möchten genau dies herausfinden und rufen Vogelfreunde am langen Wochenende wieder zum Zählen auf.

Eine Stunde lang Vögel zählen

Am Himmelfahrtstag (10.05.2018) hat die Aktion "Stunde der Gartenvögel" begonnen. Der Naturschutzbund (Nabu) ruft dazu auf, vom 10. bis 13. Mai eine Stunde lang Vögel zu zählen - auch in Nordrhein-Westfalen.

Von jeder Vogelart sollte die höchste Anzahl notiert werden, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Daten können online über ein Meldeformular an den Nabu übermittelt werden.

Wer sitzt denn da im Garten?

Meisen, Rotkehlchen und Amseln - die kennt jeder. Doch manchmal sitzen auch ganz unbekannte Gäste auf unseren Gartenbäumen oder Balkongeländern. Hier eine kleine Auswahl.

Badener Vogel

Mönchsgrasmücke: Die farbige Kappe ist ihr Markenzeichen. Weibchen tragen rötlich-braune Federn auf dem Kopf, Männchen tragen schwarz. Wer seinen Garten naturnah gestaltet, kann den Meistersänger mit etwas Glück gleich vor der Haustür beobachten.

Mönchsgrasmücke: Die farbige Kappe ist ihr Markenzeichen. Weibchen tragen rötlich-braune Federn auf dem Kopf, Männchen tragen schwarz. Wer seinen Garten naturnah gestaltet, kann den Meistersänger mit etwas Glück gleich vor der Haustür beobachten.

Hausrotschwanz: Er ist einer der ersten Zugvögel im Jahr, der aus seinem Winterquartier im Mittelmeerraum zurückkehrt. Erkennbar an der rostroten Schwanzspitze, die beim Sitzen häufig vibriert.

Heckenbraunelle: Dieser unscheinbare Vogel wird häufig mit dem Spatz verwechselt. Doch wer genau hinsieht, erkennt den feinen dünnen Schnabel - im Gegensatz zum dicken Finkenschnabel des Sperlings. Auffällig außerdem: Der Vogel hält sich häufig am Boden auf.

Zaunkönig: Er ist der Winzling in unseren Gärten. Der nur neun Gramm leichte Vogel singt dafür um so lauter. Erkennungsmerkmal: Aufgestellte Schwanzfedern und kugelförmige Nester. 2013 war er "Vogel des Jahres".

Stieglitz: Er fällt mit seiner Farbenpracht sofort ins Auge. Seine Vorliebe für Distelsamen hat ihm den Zweitnamen Distelfink eingebracht. Warum man sich über ihn freuen sollte? Er vertilgt auch Blattläuse.

Buntspecht: Auch er wird zunehmend seltener im Garten. Der Vogel mit dem auffallend roten Käppchen gehört zwar zur häufigsten Spechtart, lässt sich aber in Parks und Gärten immer weniger blicken - es sei denn, er findet genug Totholz.

Kleiber: Er trägt eine Augenbinde. Ein langer schwarzer Strich zieht sich durch das Kopfgefieder des kleinen gelb-grauen Vogels. Außerdem kann er etwas, was andere nicht können - nämlich kopfüber die Baumstämme hinabklettern.

Grünfink: Sein Gefieder schimmert leuchtend gelb-grün. In seine Melodien baut das Männchen hübsche Triller ein, um die Weibchen zu beeindrucken.

Schwanzmeise: Kohl- und Blaumeisen kennt fast jedes Kind - aber diese Meise ist etwas seltener in unseren Gärten zu Gast. Ihre Merkmale: Kugeliger Körper, überdimensionale Schwanzfedern.

Der Brachpieper: Er ist schon so selten, dass bei der letzten Nabu-Aktion "Stunde der Gartenvögel" kein einziges Exemplar mehr gesichtet wurde. Nur 1.000 bis 1.600 Reviere hat denn auch das Vogelmonitoring des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten festgestellt.

Der Gelbspötter: Mitte Mai kommt er aus seinen Winterquartieren südlich der Sahara nach Mitteleuropa, und schon Ende Juli brechen die ersten Gelbspötter wieder auf zur Rückreise. Insgesamt ist der Bestand in NRW laut Nabu rückläufig und der Gelbspötter wird mittlerweile auf der Vorwarnliste zur Roten Liste geführt.

Sperling: Er ist übrigens der absolute Gewinner der letzten Gartenvogelzählung. Im Jahr 2017 lieferten laut Nabu bundesweit über 60.000 Vogelfreunde mit ihren Beobachtungen wichtige Daten. Das Ergebnis: Der Spatz war mit Abstand der häufigste Gartenvogel.

Immer weniger Grünfinken

Seit 2005 sammeln die Natur- und Tierschützer die Daten, damit weitreichende Aussagen über die Zu- und Abnahme heimischer Vogelarten gemacht werden können. So war im vergangenen Jahr der Haussperling mit über 190.000 Sichtungen der am häufigsten dokumentierte Vogel.

Auch die Kohlmeise, die Amsel und die Blaumeise kommen häufig vor. Die kontinuierliche Abnahme bei Grünfink und Hausrotschwanz geht dagegen weiter.

Stand: 10.05.2018, 14:39