3 Gründe, warum der "Super-Blau-Blutmond" unspektakulärer ist, als viele Medien berichten

3 Gründe, warum der "Super-Blau-Blutmond" unspektakulärer ist, als viele Medien berichten

  • Weil er nicht wirklich blau leuchtet
  • Weil er nicht viel größer wirkt als sonst
  • Weil der Blutmond in Deutschland nicht zu sehen ist
Der Mond leuchtet in der Abenddämmerung.Witten, 30.01.2018

Blauer Mond, Supermond und Blutmond – dass diese drei Ereignisse gleichzeitig passieren, ist zugegeben wirklich selten. In den USA kam das zuletz vor 150 Jahren vor. Jedes Ereignis für sich kommt immer mal wieder vor, die Kombination aus diesen ist statistisch aber eher selten.

Vollmond über einem Haus

Wer auf Google nach "Super-Blau-Blutmond" sucht, findet zig Nachrichtenseiten, die mit dem Ereignis Klicks erhaschen wollen, darunter Focus.de oder Bild.de. Vom "Dreifach-Himmelsspektakel" spricht die Bild und die Welt titelt: "Als würden am Himmel flächendeckend Lagerfeuer glühen.

Wer genauer hinschaut, wird aber entdecken, dass das, was da am Mittwoch, 31. Januar 2018 passiert, nicht sonderlich spannend ist.

3 Gründe, warum das Mondereignis eher unspektakulär ist, ...

... weil der Mond nicht wirklich blau leuchtet

Als Blauer Mond wird der Mond nur bezeichnet, wenn er in einem Monat zweimal als Vollmond zu sehen ist. Das ist etwa alle 2,5 Jahre der Fall. Die Bezeichnung Blaumond (auf Englisch "bluemoon") ist also nur ein Name.

Wenn der Mond wirklich blau leuchten würde und dann zeitgleich mit dem blutroten Blutmond zusammenfallen würde, wäre er weder blau noch rot, sondern: lila.

Im Januar ist der Vollmond am 2. Januar 2018 zu sehen gewesen – und nun am 30. Januar 2018. Der Februar wiederum ist mit 28 Tagen zu kurz – da gibt es dann keinen Vollmond. Im März gibt es ihn dafür wieder zweimal.

... weil der Mond nicht viel größer wirkt als sonst.

Der Mond fliegt auf einer elliptischen Kurve um die Erde. Ist er nah und gleichzeitig Vollmond, wirkt der Trabant etwas größer und heller als sonst. Manche nennen ihn dann "Supermond".

Einige Experten halten den Begriff aber für übertrieben. Denn: Allzu groß sei der Unterschied nicht. Den Begriff haben sich vor allem Medien ausgedacht.

... weil der Blutmond in Deutschland nicht zu sehen ist.

Blutmond über Bonn

Findet eine Mondfinsternis statt, erscheint der Mond rot. Der Blutmond ist eigentlich eine Mondfinsternis und es sieht so aus, als würde er rosten. Wenn der Mond hell am Abendhimmel steht, leuchtet er nicht selbst, sondern reflektiert das Sonnenlicht – auch wenn wir diese nicht sehen, weil sie gerade auf der anderen Seite der Erde zu tun hat.

Während einer Mondfinsternis ist so, dass die Erde genau vor der Sonne steht und einen Schatten wirft. Dieser Schatten fällt auf den Mond. Da aber doch noch etwas Licht durchkommt, das rote Licht, wirkt der Mond rot. Das ist aber in Europa nicht zu sehen, da hätte man nach Asien oder Amerika fliegen müssen. Dort ist das Spektakel nämlich zu sehen.



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KiRaKa | 02.01.2018 | 01:12 Min.

Stand: 30.01.2018, 15:00