Bauch und Fett - Alles, was ihr wissen wollt!

Bauchfett

Bauch und Fett - Alles, was ihr wissen wollt!

Von Christina Sartori

Unser Bauch ist unsere Mitte. Wir streicheln ihn nach einem guten Essen, wir hören auch gerne auf ihn - aber wenn er zu groß wird, dann ist uns das unangenehm. Liegt es am Bier? Und wie wird man den Speck wieder los?

Macht viel Bier tatsächlich einen Bierbauch?

Wer viel Bier trinkt, der muss sich nicht wundern, wenn sein Bauch immer dicker wird. Allerdings haben Studien gezeigt: Das gilt auch für Sekt, Wein oder Schnaps - denn Alkohol hat viele Kalorien. Ein kleines Pils (0,3 Liter) hat etwa 126 Kilokalorien und ein Glas Wein (0,2 Liter) etwa 136 Kilokalorien. Zwei kleine Pils oder zwei Gläser Weißwein haben damit etwa so viele Kalorien wie eine halbe Tafel Schokolade.

Wenn jemand mehr Kalorien aufnimmt als er verbraucht, speichert der Körper die Energie in Form von Fettpölsterchen, zum Beispiel im Bauch. Hinzu kommt, dass Alkohol den Appetit anregt. Chips und Flips lassen die Kalorienzahl weiter wachsen - und damit auch den Bauch. Ob Fettpölsterchen sich eher am Bauch, Po oder Oberschenkel absetzen, hängt vom Geschlecht, dem Alter und der Veranlagung ab.

Wie wird man Bauchfett wieder los?

Wer sich viel bewegt und weniger als sonst isst, nimmt ab. Allerdings ist es fast unmöglich, nur am Bauch abzunehmen, obwohl manche sich das wünschen. Mit anderen Worten: Wenn der Bauch schrumpft, wird auch der Po weniger rund und der Busen vielleicht ein bisschen kleiner. Das sogenannte viszerale Fett, das sich in der Bauchhöhle um die Organe sammelt, ist ein besonders aktives Fettgewebe. Diese Fettzellen produzieren viele Hormone und Botenstoffe, die auf unseren Stoffwechsel wirken. Je mehr Bauchfett man besitzt, desto größer ist das Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten und Diabetes. Deswegen gucken Ärzte sehr kritisch, wenn der Taillenumfang stark gewachsen ist: Bei Männern gelten mehr als 102 cm und bei Frauen mehr als 88 cm als Risikofaktor. Da ist es eine gute Nachricht, dass gerade das viszerale Fett relativ schnell abgebaut wird, wenn man abnimmt. Dadurch schrumpft dann auch der Bauch. Fett, das - auch am Bauch - in der Unterhaut sitzt, wird langsamer abgebaut.

Wie bekommt man einen Waschbrettbauch ohne Sport?

Wer einen Waschbrettbauch à la Jérôme Boateng oder Mario Gomez haben möchte, der muss viel Sport machen und streng auf seine Ernährung achten. Das ist mühsam, doch andere Methoden liefern keine befriedigenden Ergebnisse. Schauspieler, die schon recht durchtrainiert sind, werden manchmal am Bauch geschminkt, um das Six-Pack stärker hervorzuheben. In der Realität fliegt diese Schummelei schnell auf.

Es gibt natürlich auch einige medizinische, sogar chirurgische Möglichkeiten: Man kann etwa Hyaluronsäure-Gel spritzen, um einem Waschbrettbauch ähnliche Erhebungen zu erzeugen. Doch das Gel kann sich verteilen und wird mit der Zeit vom Körper abgebaut. Manchmal werden Silikonimplantate eingesetzt, doch die können verrutschen oder das Silikon tritt aus. Oder die Implantate platzen. Wer schon einen wohlgeformten Körper hat, bei dem kann Fett am Bauch abgesaugt werden, so dass die übrig geblieben Stellen wie Muskeln aussehen. Das kostet mehrere tausend Euro und wenn man danach etwas zunimmt, ist der Effekt wieder hin. Eine Operation, bei der am Bauch Fett entfernt und die Bauchhaut gestrafft wird, macht noch keinen Waschbrettbauch, nur einen schlankeren Bauch.

Wir haben Sie gefragt, was Sie über den Bauch wissen möchten. Die Ergebnisse gibt es jetzt in unserer Serie "Der Bauch - Alles, was ihr wissen wollt!" Im Radio, im Fernsehen und Online können Sie die Antworten zu den originellsten und am häufigsten gestellten Fragen hören, sehen und lesen.

Stand: 22.09.2016, 06:00