Mathematik – Hart, aber fair

Eine Frau schaut sich eine auf Glas geschriebene mathematische Gleichung an

Mathematik – Hart, aber fair

Nahezu überall im Leben sind wir von Mathematik umgeben. Weder die Taktung von Fahrplänen noch Wahlprogosen wären ohne sie denkbar. Die Berufsaussichten für Mathematiker sind glänzend, doch viele brechen das Studium ab.

Obwohl die Studienschwerpunkte sich von Hochschule zu Hochschule unterscheiden, liegt der Fokus in den ersten beiden Semestern immer in den Bereichen Analysis und Lineare Algebra, da alle anderen Fächer darauf aufbauen. Sätze und Definitionen, die Grundlage für Lösungen von Gleichungen, sind Hauptthema am Studienanfang.

Mathe studieren, heißt: üben! - Der überwiegende Teil der Veranstaltungen findet in Form von Übungen statt. Später im Studienverlauf geht’s dann darum, praktische Beispiele wie Entwicklungen auf dem Geldmarkt, Wahlsysteme oder Verschlüsselungen in mathematische Modelle zu übersetzen.

Voraussetzungen

Die Regelstudienzeit im Bachelorstudiengang liegt – abhängig von der Hochschule – bei sechs bis sieben Semestern. An Universitäten ist die allgemeine Hochschulreife erforderlich, an Fachhochschulen genügt die Fachhochschulreife. Fast überall ist der Studiengang Mathematik zulassungsfrei.

Das Mathematikstudium gilt als sehr schwierig und arbeitsintensiv, die Abbrecherquote liegt bei 80 Prozent. Anfänger sollten eine hohe Frustrationstoleranz und viel Disziplin mitbringen, genauso wie Spaß am Lösen schwieriger Aufgaben und die Fähigkeit zu abstraktem und logischem Denken. Empfehlenswert sind in jedem Fall die von fast allen Unis angebotenen Vorkurse vor Semesterbeginn.

Irrtümer

Mathe in der Schule ist nicht gleich Mathe an der Uni! Der Schwerpunkt im Studium liegt weniger auf dem tatsächlichen Rechnen als vielmehr auf der dahinter liegenden Theorie. Wer in der Schule gerne und gut gerechnet hat, qualifiziert sich daher nicht automatisch für ein Mathestudium. Die Abbrecherquoten sind hoch: Vier von fünf Mathe-Studenten brechen ihr Studium ab. Dabei sind die Jobaussichten glänzend.

Jobaussichten

Technische Zeichnung

Von der Taktung des Busfahrplanes über Computerspiele bis hin zum Smartphone. Überall steckt Mathe drin. Dementsprechend gefragt sind Mathematiker auf dem Arbeitsmarkt. Die wichtigsten Arbeitgeber sind die IT-Branche, Versicherungen, Banken und Unternehmensberatungen. Hinzu kommen klassische Lehrtätigkeiten an Schulen und Universitäten.

Und übrigens…

"Es ist unglaublich, wie unwissend die studierende Jugend auf Universitäten kommt, wenn ich nur 10 Minuten rechne oder geometrisiere, so schläft 1/4 derselben sanft ein."
Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799), deutscher Mathematiker

Stand: 10.11.2016, 11:47