Zeitumstellung: Müde in den Sommer

Zeiger einer Uhr zwischen 2 Uhr und 3 Uhr zu sehen.

Zeitumstellung: Müde in den Sommer

Von Andreas Sträter

  • Rückkehr zur Sommerzeit
  • Sonntag (26.03.2017) hat nur 23 Stunden
  • Viele fühlen sich schlapp und müde

Ob wir wollen oder nicht: In der Nacht zu Sonntag (26.03.2017) werden die Uhren wieder auf Sommerzeit gestellt. Weil um 2 Uhr nachts die Zeiger der Uhren auf 3 Uhr vorgestellt werden, ist die Nacht eine Stunde kürzer. Früh morgens bleibt es also länger dunkel, während es abends spürbar länger hell bleibt.

Uhr-Signal kommt aus Braunschweig

In Deutschland sendet die von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig programmierte Atomuhr das Signal nicht nur für die Funkuhren daheim, sondern auch für die Uhren der Deutschen Bahn.

Einfache Umstellung für die Deutsche Bahn

Regionalbahn

Die Uhrumstellung bereitet der Bahn kaum Probleme

Für die Bahn sei die Umstellung auf die Sommerzeit relativ einfach, teilt ein Sprecher mit. Nach 1:59 Uhr folgt unmittelbar 3:00 Uhr. Den Zügen, die in dieser Zeit unterwegs sind, fehle diese Stunde einfach. S-Bahnzüge, die nur innerhalb dieser Stunde unterwegs wären, fallen unbemerkt aus.

Kein Energiesparen durch die Sommerzeit

Die Sommerzeit wurde unter dem Eindruck der Ölkrise von 1973 sowohl in Westdeutschland als auch in der DDR im Jahr 1980 eingeführt. Das übergeordnete Ziel: Energie sparen. Doch gerade dieser Nutzen ist umstritten.

Laut Umweltbundesamt knipsen wir wegen der Zeitumstellung im Sommer tatsächlich abends weniger häufig das Licht an. Im Frühjahr und Herbst wird dafür jedoch morgens mehr geheizt. Unter dem Strich ergibt sich durch die Sommerzeit allein keine Ersparnis.

Studie: Viele fühlen sich schlapp

Einer Umfrage der Krankenkasse DAK Gesundheit zufolge fühlen sich rund drei Viertel der Deutschen (77 Prozent) bei der regelmäßigen der Umstellung schlapp und müde. Knapp zwei Drittel (64 Prozent), vor allem Frauen, leiden unter Einschlafproblemen oder Schlafstörungen. Jeder dritte Befragte könne sich schlechter konzentrieren – und 29 Prozent seien gereizter als sonst.

Schlafforscher: Probleme mit dem Hin und Her

Schlaftabletten

Schlafrhythmus: Chemische Schlafmittel helfen nicht

Schlafforscher Marcus Schweitzer warnt zudem, dass Menschen, die ohnehin schlecht schlafen, Probleme mit dem Hin und Her haben können. Mit chemischen Schlafmitteln lasse sich der gewohnte Schlafrhythmus aber nicht wieder herstellen. "Am besten ist es, sich schrittweise auf die Uhrumstellung vorzubereiten", sagt er. "Vor der Umstellung sollte man einfach jeden Tag zehn bis 15 Minuten früher aufstehen."