Weniger und bewusster Fleisch essen

Fleisch wird zerteilt

Weniger und bewusster Fleisch essen

  • Fleischatlas 2018 vorgestellt
  • Herausgeber: Heinrich-Böll-Stiftung und BUND
  • Botschaft: Deutsche essen zu viel Fleisch

Die gute Nachricht: Viele Menschen in Deutschland versuchen ihren Fleischkonsum zu reduzieren. Auch die Anzahl der Vegetarier ist in den vergangenen Jahren gestiegen.

Trotzdem liegt der durchschnittliche Fleischverzehr pro Kopf im Jahr bei rund 60 Kilogramm - und der Konsum sinkt nur sehr langsam.

Grund für den geringen Rückgang ist eine kleine Gruppe von Menschen, die besonders viel Fleisch essen – etwa dreimal so viel wie der Durchschnitt. Eine Halbierung des Fleischkonsums in allen Industrieländern ist das Wunschziel der Autoren. Nur so könne eine tier- und umweltfreundliche Fleischproduktion realisiert werden.

Kennzeichnung soll Klarheit schaffen

Eine klare Forderung der Autoren ist eine gesetzlich verbindliche Kennzeichnung aller Fleischprodukte. Diese soll dem Verbraucher auf einen Blick verraten, wie das Tier zuvor gehalten wurde.

Das momentan geplante Tierwohllabel von Landwirtschaftsminister Schmidt stößt bei den Autoren auf Kritik. Das Label sei nicht verbindlich und würde somit nicht auf allen Fleischprodukten zu finden sein. Außerdem seien die Kriterien des Labels zu schwach – sie liegen nur leicht über den momentan geltenden Mindest-Standards.

Die 4. Ausgabe des Fleischatlas

WDR 5 Leonardo Top Themen | 10.01.2018 | 04:40 Min.

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Stand: 10.01.2018, 16:33