Ihre Meinung: Wie sinnvoll ist die elektronische Patientenakte?

Ihre Meinung: Wie sinnvoll ist die elektronische Patientenakte?

Die elektronische Patientenakte zeigt alle Arztbesuche, alle Krankheiten, jedes verschriebene Medikament. Datenschützer warnen vor dem "gläsernen Patienten". Hätten Sie selbst gern eine elektronische Patientenakte?

In Estland, in Dänemark, in Skandinavien, in den USA werden Bilder und Befunde bereits in elektronischen Akten gespeichert, auf die auch der Hausarzt und lokale Fachärzte zugreifen können. Mehrfachuntersuchungen werden gespart, gefährliche Wechselwirkungen von Medikamenten rasch erkannt. Bei uns war die elektronische Patientenakte nach dem Lipobay-Skandal angedacht, aber es gibt sie bis heute nicht. Außer in Pilotprojekten oder als sogenannte Fallakte im Krankenhaus.

Wie denken Sie über die elektronische Akte? Sehen Sie vor allem die Vorteile oder fürchten Sie sich davor, ihre persönlichen Daten so zentral abgespeichert zu wissen?

Diskutieren Sie mit über das kostenlose Hörertelefon 0800/5678-555 während der Sendung oder schreiben Sie uns!

Kommentare zum Thema

14 Kommentare

  • 14 Hans 29.03.2017, 16:31 Uhr

    Eigentlich sehr sinnvoll! Nur im Land des ungesicherten Internets auch sehr gefährlich !:

  • 13 Weingeist 29.03.2017, 15:58 Uhr

    WDR5:"Wie denken Sie über die elektronische Akte?" >>>>> Postiv, aber hier im Land der Bedenkenträger (Baum (FDP) und Konsorten) ist eine Umsetzung nicht möglich.

  • 12 Werner67 29.03.2017, 15:57 Uhr

    Der Hinweis das die illegale Nutzung verboten ist, zeigt die Konzeptionslosigkeit des Sicherheitskonzepts. Es wird davon ausgegangen das "schon alles gut geht"

  • 11 Anna Schafermann 29.03.2017, 15:55 Uhr

    Ich befürworte die elektronische Patientenakte absolut. Ich möchte nicht zu jedem Arzttermin meine ganzen Befunde raussuchen und mitschleppen müssen. Und wie soll man überhaupt im Notfall wissen, welche Medikamente die Person nimmt oder nicht verträgt? Die Befürchtungen finde ich reichlich übertrieben. Es ist alles nichts im Vergleich dazu, dass man dank der Karte Menschenleben retten kann. Eine solche Akte ist modern und sie ist längst fällig. Sogar in Russland vor 40 Jahren gab es eine Patientenakte (auf Papier, versteht sich), die man bei jedem Arzttermin mit dabeihaben musste. Und was passiert hier, wenn der Arzt nicht da ist und man zur Vertretung geht? Da hat man garnichts in der Hand.

  • 10 Ute Breuer 29.03.2017, 15:53 Uhr

    Wie sieht es denn schon heute mit der Freiwilligkeit aus? Meine Kasse schrieb mir kürzlich, dass sie die Kosten für Hilfsmittel x nur noch vom Lieferanten Y übernähme. Nähme ich von meinem Patientenwahlrecht Gebrauch und wählte eine andere Apotheke, z. B. eine in meinem Ort, bei der ich schon jahrelang meine Medis beziehe, dann übername sie die Kosten NICHT. Soviel zum Patientenwahlrecht. Heute schon ein Witz! Wenn ich Arzt Z keinen Zugriff erteile, behandelt er mich eben nicht. So wird es kommen.

  • 9 Susanne Klapper 29.03.2017, 15:52 Uhr

    Große Datensammlungen können immer ausgespäht werden, bzw. Begehrlichkeiten zu anderer Nutzung wecken, siehe dazu die Diskussion über die Mautdaten. Ärzte sollten mehr Zeit haben mit ihrem Patienten zu sprechen. Die wissen schließlich, was sie einnehmen. Ich möchte, dass diese Sammlung von Daten freiwillig ist.

  • 8 Bernd H. aus O. 29.03.2017, 15:51 Uhr

    Wer mit dezentraler Speicherung als Sicherheitsmaßstab argumentiert, hat erfolgreiche Hackerangeriffe bereits einkalkuliert. Die Frage ist also ob die Daten sicher sind, sondern auf welche Daten zuerst ein illegaler Zugriff erfolgt! Dezentrale Sicherung schützt lediglich vor Verlust nicht gegen unbefugte Einsichtnahme. Der große Schwachpunkt ist allein die erhobene Datenmenge

  • 7 Anonym 29.03.2017, 15:48 Uhr

    Für alte Menschen, die nicht mehr im ständigen Wettbewerb um lukrative Arbeitsplätze ihre Gebrechen verbergen müssen, kann die Transparenz einer elektronischen Patientenakte durch Vermeidung unnötiger Redundanz belastender Untersuchungen, Wechselwirkungen verordneter Medikamente oder ständig wiederholter Darstellung des vergangenen Krankheitsverlaufs die Behandlung und die Lebenserwartung des Patienten optimieren, falls dies seitens der Leistungserbringer im deutschen Gesundheitswesen, der privilegierten Volksvertreter und Verwaltungsbeamten erwünscht ist oder geduldet wird. Bei gesetzlich Versicherten wird diese gut gemeinte Wirkung der elektronischen Patientenakte aufgrund der strengen Rationierung abrechenbarer Leistungen und der Hybris Rentensicherung allerdings bei den Behandlern zu Konflikten führen, die in aller Regel kaum zugunsten des Patienten gelöst wird.

  • 6 Toni R. 29.03.2017, 15:47 Uhr

    Wenn das so wäre, dass ich als Patient bestimme wer Einsicht bekäme und ich entscheide, was gespeichert wird, ist das Ding schon gescheitert. Kann ich mir nicht vorstellen. Ist doch dann Mehrarbeit für die Ärzte, die sich eventuell dann den Patienten aussuchen, der weniger Arbeit macht. Es wird doch bestimmt von den Kassen später vorgeschrieben werden, wie es gehandhabt wird! Aber selbst der elektronische Personalausweis ist ja auch schon ein Flop.

  • 5 napodo 76 29.03.2017, 15:33 Uhr

    Das Digitalwesen ist Licht und Schatten zugleich. Es bietet massiv viele Chancen, und birgt gleichermaßen enorm viele Risiken. Andererseits, wird die Zukunft weiter voran schreiten und zurück zu Buch und Stift im globalem Echtzeitkontext ist auch keine Allheilösung mehr - denn in spätestens 3 Generationen würden wir wieder eher zum globalem Hinterwäldler mutieren, vor allem dann wenn der Rest der Welt weiter digitalisiert. Zentrale Speicherung ja aber wo? Würde ich es gern sehen wenn meine Krankendaten auf 'ner Cloud gespeichert würden, welche dann z.B. in Korea oder China abregnen könnten - nö. Will ich Zeiteffizienz und guten Austausch der Ärzte untereinander? Ja - also was sagen die IT-Fachleute z.B. zu einer Art kassenbasiertem Intranet, wo zumindestens die Server bei Angriff im Keller deaktiviert werden könnten um schlimmeres zu verhindern? Naive Vorstellung? Ja, vielleicht - aber manchmal ist es so profan? Grundsätzlich ist alles was auf Strom bzw. Technik und Daten basiert a ...

  • 4 Toni R. 29.03.2017, 14:51 Uhr

    In Dänemark und Norwegen sollen die Daten der Patienten schon im Internet aufgetaucht sein, da die Server wohl gehackt worden sein sollen. Die ganze Digitalisierung sollte erst mal zurückgestellt werden, bis die Experten in der Lage sind, sichere Computersysteme herzustellen und sichere Programmierung möglich ist. Solange halte ich die Digitalisierung für das größte Risiko. Mit den Sprüchen: "Man kann keine fehlerfreien Computerprogramme schreiben!", kann ich nix anfangen. Solange bin ich gegen den Digitalisierungswahn. Zuletzt können die mit den Fingerabdrücken der Asylsuchenden auch nix mehr anfangen, wie es in den Medien heisst. Internet und Computer war immer eine schöne Spielerei für mich. Kann ich nicht mehr ernst nehmen ... (°O°)