Earth Hour: Weltweit gingen die Lichter aus

Am Kölner Dom gehen die Lichter aus

Earth Hour: Weltweit gingen die Lichter aus

Von Andreas Sträter

  • Über 70 NRW-Kommunen knipsten am Samstag das Licht aus
  • Symbolische Aktion wollte Zeichen für Klimaschutz setzen
  • Kritik von Tierschutzorganisation

Für eine Stunde gingen am Samstag (25.03.2017) ab 20.30 Uhr weltweit an bekannten Wahrzeichen und großen Plätzen die Lichter aus. Dahinter steckt das Projekt "Earth Hour", gesteuert von der Umweltorganisation WWF. "178 Länder machen mit, da sind wir fast vollzählig", sagte Immo Fischer, Sprecher der Organisation, im Vorfeld dem WDR.

Den Initiatoren ging es vor allem darum, ein Zeichen gegen Verschwendung und für den Klimaschutz zu setzen."Bei der Aktion geht es nicht ums Stromsparen, sondern darum ein Signal zu setzen", sagte Fischer.

Über 7.000 Kommunen machten weltweit mit

Kinder im Kerzenschein, Neukaledonien

178 Länder beteiligen sich an der "Earth Hour"

Die Stromersparnis in einer Stunde würde aufs Jahr gerechnet ohnehin in einem kaum messbaren Bereich liegen. Trotzdem machten wieder über 7.000 Kommunen mit: Der Eiffelturm in Paris war zur "Earth Hour" ebenso wenig beleuchtet wie das Empire State Building in New York oder die Pyramiden von Gizeh.

NRW war sehr gut vertreten

In NRW hatten über 70 Kommunen Aktionen angemeldet: "Das ist ein neuer Rekord für das Bundesland", erläuterte WWF-Sprecher Fischer. Dabei knipsten nicht nur Großstädte an wichtigen Plätzen, Gebäuden, Brücken oder Kirchen die Lichter aus, sondern auch kleinere Kommunen. Deutschlandweit machten laut WWF mehr als 320 Städte und Gemeinden mit.

Kölner Dom wurde ausgeknipst

In Köln etwa wurde die Beleuchtung des Kölner Doms ausgeschaltet. Auch auf der Hohenzollernbrücke blieb es für 60 Minuten duster. Die Stadt Witten rief explizit die Inhaber von Geschäften dazu auf, Leuchtreklame auszuschalten. Es sei wichtig "ein starkes Zeichen für den Schutz unseres Planeten zu setzen", hieß es in einer Mitteilung der Ruhrgebiets-Stadt.

Tierschützer kritisieren die Aktion

Kritik an der Aktion äußerte vor allem die Tierschutzorganisation "Peta": "Die "Earth Hour" beruhigt lediglich das Gewissen", erklärte Referent René Schärling. Für ein dauerhaftes Umdenken sei eine Änderung des Konsumverhaltens notwendig, ergänzte er.

"Allein die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch benötigt soviel Energie wie eine 100-Watt Glühbirne bei 20-tägigem Betrieb verbrauchen würde." Daher halte er die Aktion für "halbherzig". Immo Fischer vom WWF ist dagegen der Auffassung, dass die Aktion durchaus für den Klimaschutz sensibiliere

Projekt startete 2007 in Sydney

Dass die "Earth Hour" auf die Nacht der Uhrumstellung falle, ist laut Fischer reiner Zufall, zumal die Aktion ja weltweit organisiert sei. Im Jahr 2007 nahm die Aktion in Sydney ihren Anfang. Seit 2009 beteiligen sich auch deutsche Städte.

Stand: 26.03.2017, 08:33

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