Seitenansicht eines Kindergesichtes, Löffel mit Zuckerwürfel

50 Jahre Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln

Stand: 06.07.2017, 10:36 Uhr

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 1967 in Köln gegründet
  • 50 Jahre Aufklärung und Gesundheitstipps
  • Diabetes, Infarkte, Schlaganfälle nehmen zu

Von Heinz Horst

"Gib Aids keine Chance" ist wohl die bekannteste Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln. Längst hat der Werbespot aus dem Supermarkt mit der Frage der Kassiererin "Tina, was kosten die Kondome?" Kultstatus.

Spot in TV und Internet ein Renner

Die in Köln entwickelte Kampagne läuft nun bereits seit 30 Jahren. In Spots, im Internet und auf Plakaten wird auf die Risiken einer HIV-Infektion hingewiesen und wie man sich davor schützen kann. Aidsprävention ist jedoch nur eine von vielen Aufgaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Drogenmissbrauch, Alkoholsucht, Sexualaufklärung,  Informationen zur Organspende und sogar Hygienetipps, kein Gesundheitsthema, das nicht behandelt wird. "Gesundheitsvorsorge und Gesundheitserhaltung sind die beiden obersten Ziele unserer Arbeit", heißt es auf der Internetseite der Behörde. Vor 50 Jahren wurde die BZgA in Köln gegründet.

Schluckimpfung ist süss

Von Beginn an thematisierten die Kampagnen verschiedene Dinge des Lebens und des Alltags. Ob übermäßiges Essen und dicke Kinder, Viren und Bakterien, Schluckimpfung, die vor Kinderlähmung schützt und immer wieder die Sucht bei Jugendlichen. Beispiele auch dafür, dass die Präventionsarbeit der BZgA funktioniert. So ging der Zigarettenkonsum bei jungen Menschen in der Zeit von 2001 bis 2015 um bis zu 20 Prozent zurück.

Bunte Kondome.

Bunte Kondome gegen Aids

Viele Themen sind zum Teil bis heute geblieben, aber es seien auch neue dazu gekommen, sagt die Leiterin, Heidrun Thaiss. Vor allem Lebensstil bedingte Erkrankungen, wie Diabetes, Schlaganfälle, Bluthochdruck oder Infarkte stellen das BZgA vor neue Herausforderungen. Aber auch wer computersüchtig ist oder unter Cybermobbing leidet, findet Informationen.

Aids-Kampagne weiterentwickelt

Nach wie vor bleibt aber die Sexualaufklärung eine der wichtigsten Aufgaben der Kölner Behörde. Das Wissen über Aids habe sich in den vergangenen Jahren zwar deutlich verbessert, hätten Untersuchungen gezeigt. Aber die Kenntnis über andere sexuell übertragbare Krankheiten sei weiterhin sehr niedrig. Deshalb wurde die Kampagne "Gib Aids keine Chance" daraufhin weiterentwickelt. Es gebe auch in Zukunft noch viel Aufklärungsarbeit, so Thaiss.

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