Nasenspray – was hilft, wie teuer?

Nasenspray – was hilft, wie teuer?

Es gibt viele verschiedene Nasensprays und jedes mal stehen wir in der Apotheke oder in der Drogerie und wissen nicht welches wir kaufen sollten. Welches Mittel ist wann gut? Wieviel Geld muss man dafür ausgeben?

Gruppe:
Abschwellende Nasensprays

Handelsnamen:
Olynth (Xylometazolin), Otriven (Xylometazolin), Nasivin (Oxymetazolin), Wick Sinex (Oxymetazolin),Rhinospray plus (Tramazolin), Ellatun Nasenspray (Tramazolin)

Was ist drin?
Xylometazolin, Oxymetazolin, Tramazolin

Wie wirkt es?
Bei einer Erkältung verstopfen die geschwollenen Schleimhäute die Nase. Die Wirkstoffe in abschwellenden Nasensprays sorgen dafür, dass sich die geweiteten Blutgefäße wieder verengen und der Luftwiderstand in der Nase abnimmt, das Durchatmen wird einfacher.

Das Problem: Bei dauerhafter Anwendung werden die Rezeptoren, an die die Wirkstoffe andocken und so die Gefäßverengung auslösen, mit der Zeit weniger und unempfindlicher. Die Schleimhäute schwellen immer schneller wieder an, man braucht immer mehr Nasenspray - auch dann noch, wenn die Erkältung längst weg ist. Experten schätzen, dass etwa 100.000 Menschen in Deutschland abhängig von Nasensprays sind.

Montage Nasensprays

Was sagt die Forschung dazu?
In einer Analyse der Cochrane Collaboration wurden nur Studien mit Erwachsenen berücksichtigt. Zu Kindern gab es keine Studien, die den Anforderungen der Cochrane Collaboration genügt haben. Nasensprays führten zu einer leichten Abnahme des Atemwegswiderstands in der Nase im Vergleich zu einem Scheinpräparat, wenn das Nasenspray zum ersten Mal angewendet wird.

Allerdings nimmt dieser Effekt mit weiterem Gebrauch ab und verliert sich nach etwa fünf Tagen. Als kurzfristige Therapie sind Nasensprays also durchaus empfehlenswert, allerdings nur für Erwachsene. Für Kinder unter 12 Jahren sprechen die Experten aufgrund der mangelnden Daten keine Empfehlung aus.

Wann sollte man es nehmen?
Bei stark verstopfter Nase können die Sprays die Symptome lindern. Aber: Wenden Sie Sprays und Tropfen nicht länger als eine Woche und nicht öfter als dreimal täglich an.

Stand: 24.10.2017, 12:10