Leben im Überflutungsgebiet – wie schützt man sein Haus?

Haus von Hochwasser betroffen

Leben im Überflutungsgebiet – wie schützt man sein Haus?

  • Keller lassen sich nachträglich nicht mehr abdichten
  • Wasserdichte Türen und Fenster halten Wasser zurück
  • Heizung, Elektrik und gefährliche Gegenstände sollten gesichert sein

Das Wasser fernhalten und Gefahren minimieren

Wer einen Neubau plant, kann mit einer permanenten Abdichtung des Kellers verhindern, dass Wasser eindringt. Dabei bilden Spritzbeton, wasserdichte Fugen oder Bitumen um den Kellner eine schützende Wanne. Eine Rückstauklappe verhindert außerdem, dass Wasser durch die Rohrleitungen in das Haus fließt.

Auch im Nachhinein können andere Methoden die finanziellen und ökologischen Schäden minimieren. Beispielsweise halten wasserdichte Fenster und Türen den Keller trocken. Lichtschächte lassen sich aufkanten, damit die Wassermassen länger zurückgehalten werden.

Außerdem sollten Öltanks hochwassergeschützt und die Hauselektronik über der Überschwemmungshöhe angebracht sein. Sind Hauptschalter und Verteiler im Erdschloss angebracht, kann man trotz Flut die oberen Geschosse nutzen. Genauso sollten Chemikalien in Sicherheit gebracht werden, um mögliche Schäden zu verringern.

Und für den Ernstfall lohnt es sich in hochwassergefährdeten Gebieten, Sandsäcke, Folie und Taschenlampe im Haus zu haben.

Die Schäden im Voraus absichern

Die herkömmlichen Hausrat- und Gebäudeversicherungen übernehmen im Regelfall keine Hochwasserschäden. Hier ist eine Elementarversicherung nötig, die in einigen Bundesländern auch Voraussetzung für weitere staatliche Hilfen ist. Dabei sollte man die Bedingungen der Versicherung sehr genau kennen und Regelungen einhalten. Je nach Wohnlage kann es auch vorkommen, dass der Versicherer eine Elementarversicherung grundsätzlich verweigert.

Stand: 30.05.2018, 13:50