Service Garten - Zwergtanne oder Minifichte

Eine Frau bepflanzt auf einem Balkon einen Blumenkuebel mit einer winterharten Zuckerhutfichte.

Service Garten - Zwergtanne oder Minifichte

Es muss nicht immer ein großer Weihnachtsbaum sein, der vom Boden bis zur Decke reicht. Für Menschen mit wenig Platz gibt es heute Zwergtannen und Minifichten im Topf – kleine Nadelgehölze, die auf jeden Tisch passen.

Nadelige Vielfalt
Die Zwergtanne 'Molly' ist nur 30 cm hoch und 25 cm breit. Sie hat kurze Triebe, wächst ziemlich dicht, ist oben schlanker und unten breiter. In den letzten Jahren ist es Gärtnern immer wieder gelungen, aus klassisch großen Nadelgehölzen kleine, kompakte Exemplare zu züchten. Eine Alternative sind Zuckerhutfichten im Topf. Sie wachsen kegelförmig und werden nur langsam größer. Gut auf dem Tisch sehen auch Mini-Kiefern aus. Sie geben noch einen intensiven Duft ab. Ihre Nadeln sind grün/blau, etwas länger und ein bisschen struppiger. Neu in diesem Jahr ist die kompakte Mini-Rotfichte 'Little Santa' - entstanden in einer westfälischen Baumschule. Man erkennt sofort die klassische Rotfichte, wie sie im Wald steht.

Kauf und Pflege
20 bis 40 Euro kosten die Mini-Weihnachtsbäume je nach Größe. Das scheint auf den ersten Blick nicht ganz billig. Da die Bäume aber sehr langsam wachsen, haben sie bis zum Verkauf schon einige Jahre in der Baumschule hinter sich. Außerdem werden sie nicht nur als Saisonprodukt fürs Weihnachtsfest produziert, sondern als langlebige robuste Kübelpflanzen. Daheim in der Wohnung mögen die Bäumchen einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Sie sollten nicht direkt auf der Heizung oder am Kamin stehen, wo es extrem warm wird. Nach dem Fest kommen die kleinen Nadelbäume im Topf raus ins Freie – auf den Balkon, die Terrasse oder in den Garten. Dort wachsen sie langsam weiter. Im nächsten Advent können sie problemlos wieder ins Haus geholt werden. Sie sollte nicht länger als zwei bis drei Wochen drinnen stehen. Bevor man sie nach Weihnachten wieder rausstellt, sollte man schauen, dass es draußen nicht minus 15 Grad ist, während es drinnen 20 Grad plus waren. Oliver Fink rät, sie dann erst einmal im Flur oder in der Garage an die kühleren Temperaturen zu gewöhnen. Bei starkem Frost müssen die Kübel draußen mit Luftpolsterfolie eingepackt werden, um die Wurzeln der Bäume zu schützen. Den Sommer über werden sie wie andere Topfpflanzen gedüngt und bei Bedarf gegossen. Mehr muss man nicht tun. Dann hat man jahrelang Freude an den nadeligen 'Weihnachtszwergen'. 

Autor: Gereon Reymann

Redaktion: Detlef Reepen

Service Garten ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort freitags zwischen 10.05 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.