Wohnungsbrand - tödlicher Rauch

Wohnungsbrand - tödlicher Rauch

Von Manuel Gerber

Pro Jahr sterben Hunderte Menschen bei Wohnungsbränden. Besonders tückisch ist der giftige Rauch.

Nach vier bis fünf Atemzügen wird man bewusstlos. Danach wirkt der Rauch tödlich. Was tun, wenn sich ein Feuer in einer Nachbarwohnung ausgebreitet hat und das Treppenhaus voller Rauch ist? So verhalten Sie sich richtig, wenn ein Fluchtversuch unmöglich ist:

1. Gegen Rauch absichern

Türe geschlossen halten - denn ist das Treppenhaus voller Rauch, dringt sonst Rauch in die Wohnung. Die Feuerwehr rät, die Wohnungstür mit einer Decke oder einem Lappen abzudichten, damit der Rauch nicht durch den Türschlitz eindringen kann.

2. Notruf absetzen

Der Notruf 112 gilt europaweit. Die Feuerwehr braucht Antwort auf die "5 W-Fragen":

  1. Wo ist es passiert?
  2. Was ist passiert?
  3. Wie viele verletzte Personen?
  4. Welche Verletzungen haben diese Personen?
  5. Warten auf Rückfragen

3. Fenster auf

Durch das geöffnete Fenster bemerkbar machen und auf die Feuerwehr warten. Die Feuerwehr versucht in den meisten Fällen, durch das Treppenhaus zu retten. Sie schützt die Menschen dann mit einer Fluchthaube, eine Art Gasmaske, vor dem giftigen Rauch. Ist das Treppenhaus durch Feuer unpassierbar, kommt die Drehleiter zum Einsatz. Die Feuerwehr erreicht damit Fenster bis zum sechsten Obergeschoss. Liegt das Fenster für die Drehleiter unerreichbar im Garten oder Hinterhof, benutzt die Feuerwehr eine dreiteilige Schiebeleiter.

Stand: 21.03.2019, 11:45