Wohnungsbesichtigung: Wonach darf der Vermieter fragen?

Makler zeigt einem interessiertem Paar eine Wohnung in Bonn

Wohnungsbesichtigung: Wonach darf der Vermieter fragen?

Von Daniela Müllenborn

  • Bohrende Fragen bei der Wohnungbesichtigung
  • Vermieter darf sich nach Zahlungsfähigkeit erkundigen
  • Persönliches muss nicht offengelegt werden
  • Es darf geflunkert werden

Viele Vermieter verlangen Auskunft

Eine Frau füllt eine Mieter-Selbstauskunft für den Vermieter aus

Antworten erst nach der Zusage - eigentlich

Bei der ersten Wohnungsbesichtigung muss man rechtlich gesehen gar keine Fragen beantworten. Erst wenn man den Zuschlag für die Wohnung bekommen hat, darf der Vermieter für den Mietvertrag relevante Fragen stellen. Allerdings sieht die Praxis anders aus: Wer sich weigert, bestimmte Angaben zu machen, dürfte in der Regel bei der Masse der Bewerber keine Chance haben.

Einkommen muss offengelegt werden

Der Vermieter hat ein Recht darauf zu erfahren, wer in seine Wohnung einzieht, wieviel Personen in der Wohnung leben werden und wer diese sind. Außerdem darf er Fragen zur Zahlungsfähigkeit stellen, also zu Einkommen, Beruf, Arbeitgeber, Schulden usw.

Wer diese Fragen nicht wahrheitsgemäß beantwortet, um besser dazustehen, riskiert die Kündigung. Außerdem muss der Bewerber seit Neuestem auf Anfrage auch die Kontaktdaten seines bisherigen Vermieters herausrücken, damit sich der neue Vermieter ein Bild vom vorherigen Mietverhalten machen kann.

Umgang mit dem Vermieter: Tipps vom Deutschen Mieterbund

Vermieter darf nicht nach Vorstrafen und Musikgeschmack fragen

Raucher zieht an Zigarette

Raucher? Geht den Vermieter nichts an

Persönliche Fragen sind tabu. Etwa Fragen nach Kinderwunsch, nach Vorstrafen, Krankheiten, psychischen Problemen oder sexuellen Neigungen. Man muss auch nicht angeben, ob man Mitglied in einem Verein, einer Partei oder einer Gewerkschaft ist.

Ebenso wenig gehen den Vermieter Hobbys oder Musikgeschmack an, ob man raucht oder welcher Konfession man angehört. Hier - so der Mieterschutzbund – darf geflunkert werden, ohne dass man mit Konsequenzen rechnen muss.

Wohnungsbesichtigung: Wonach darf der Vermieter fragen?

WDR 2 Servicezeit 27.09.2019 03:36 Min. Verfügbar bis 26.09.2020 WDR 2

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Ein Hamster geht den Vermieter nichts an, ein Hund schon

Kleintiere wie Hamster, Meerschweinchen, Vögel oder Fische muss der Mieter nicht angeben. Katzen und Hunde schon, weil sich dadurch andere Mieter gestört fühlen können. Auch Tiere, die eine Bedrohung werden könnten, etwa Giftschlangen oder andere gefährliche Exoten, dürfen nicht heimlich mit in die neue Wohnung einziehen.

Tipps und Hintergrund zum Thema "Wohnen"

Stand: 26.09.2019, 14:29