Wellness für den gestressten Garten

Wellness für den gestressten Garten

Von Anne Debus

  • Rasen düngen und 2-3 mal pro Woche wässern
  • Pflanzen auf Schädlinge kontrollieren
  • Bäume und Sträucher nicht übereilt zurückschneiden

Erste Hilfe für den Rasen

Was früher sattgrün war, ist jetzt oft braun und unansehnlich. Rasen ist aber sehr regenerationsfähig. Sobald er ausreichend Wasser bekommt, treibt er wieder aus. Das kann man unterstützen, indem man ihn wässert. Am besten nur zwei- bis dreimal die Woche, dafür aber gründlich, empfiehlt der WDR Lokalzeitgärtner Rüdiger Ramme.

Auch Düngen ist sinnvoll. Damit sorgt man gleichzeitig dafür, dass vor allem das Gras wächst und nicht das Unkraut. Bleiben Stellen dauerhaft kahl, kann man auch im Spätsommer noch nachsäen.

Wellness für den gestressten Garten

WDR 2 Servicezeit | 13.08.2018 | 04:07 Min.

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SOS Kübelpflanze

Kübelpflanzen haben meist am stärksten gelitten. Als erstes sollte man sie jetzt auf Schädlinge und Krankheiten kontrollieren, denn bei von der Hitze geschwächten Pflanzen haben Läuse, Spinnmilben und Mehltau leichtes Spiel. Mit dem Gießen sollte man vorsichtig sein. Oft sind Pflanzen allein von der langen Hitze so gestresst, dass sie schlaff und labberig wirken. Wer das als Wassermangel fehlinterpretiert, läuft Gefahr, die Pflanzen tot zu gießen.

Sind Pflanzkübel oder Hängeampeln so ausgetrocknet, dass die Erde kein Wasser mehr aufnimmt, kann man den kompletten Blumentopf in ein Gefäß mit Wasser tauchen. Und Düngen nicht vergessen: Nährstoffe sind wasserlöslich, durch das viele Gießen wurden sie aus den Blumentöpfen ausgewaschen.

Mehrjährige Stauden sind zäh

Einjährige Blumen sind oft nicht mehr zu retten, mehrjährige Stauden schon. Dabei sollte man sich von welken, eingerollten Blättern nicht entmutigen lassen: Das ist eine Abwehrreaktion der Pflanze gegen Trockenheit, mit der sie die Verdunstung verringert. Häufig ist in den Wurzeln und Stängeln trotzdem noch Wasser vorhanden.

Wenn bei mehrjährigen Stauden oberirdische Pflanzenteile vertrocknet sind, kann man sie bodennah abschneiden; oft treiben sie noch dieses Jahr wieder aus. Hortensien sollte man nicht stärker zurückschneiden, rät der Lokalzeitgärtner. Am besten nur die verwelkten Blüten abschneiden und vertrocknete Blätter abstreifen.

Bäume und Sträucher in Ruhe lassen

Auch wenn Bäume und Sträucher die Blätter abwerfen, sollte man nicht übereilt zur Schere greifen. Der tatsächliche Trockenschaden bei ihnen ist schwer abzuschätzen, sie treiben oft aus dem Holz heraus wieder aus. Deshalb bei Bedarf wässern und ansonsten einfach abwarten.

Stand: 22.08.2018, 11:39