Unkraut entfernen – ohne dass die Umwelt leidet

Unkraut entfernen – ohne dass die Umwelt leidet

Unkraut kann man mit Kratzer oder Flammenwerfer zu Leibe rücken. Alles besser als die chemischen Keulen. Ein Überblick.

Frau entfernt Unkraut mit einem Fugenkratzer

Der Fugenkratzer (Alternative: der Fugenbesen) ist ein Klassiker unter den Methoden zur Unkrautentfernung. Das kleine Werkzeug ist preiswert und effektiv. Wichtig ist, dass man beim Kratzen das Unkraut mit der Wurzel erwischt, damit man möglichst lange Ruhe hat. Ein Nachteil: Das Fugenkratzen auf größeren Flächen geht schnell ins Kreuz und in die Arme - erst recht, wenn man dabei auf Knien unterwegs ist.

Der Fugenkratzer (Alternative: der Fugenbesen) ist ein Klassiker unter den Methoden zur Unkrautentfernung. Das kleine Werkzeug ist preiswert und effektiv. Wichtig ist, dass man beim Kratzen das Unkraut mit der Wurzel erwischt, damit man möglichst lange Ruhe hat. Ein Nachteil: Das Fugenkratzen auf größeren Flächen geht schnell ins Kreuz und in die Arme - erst recht, wenn man dabei auf Knien unterwegs ist.

Fugenreiniger gibt es auch mit Elektromotor: In der Regel putzt dann eine rotierende Bürsten-Scheibe die Fugen sauber. Dafür braucht man natürlich einen Stromanschluss - und muss die Anschaffungskosten für so ein Gerät einkalkulieren. Eine weitere, ziemlich effektive Möglichkeit ist der Hochdruckreiniger. Allerdings besteht die Gefahr, dass nicht nur das Unkraut, sondern auch die Fugenfüllung entfernt wird - und sich dadurch das Pflaster lockert. Leergeputzte Fugen sollte man auffüllen - auch, damit das Unkraut nicht so schnell wiederkommt.

Ein echtes Hausmittel gegen lästiges Grünzeug: heißes Wasser - aber bitte ohne Salz oder Essig. Denn die sind, wie chemische Unkrautvernichter und Reinigungsmittel auch, aus Umweltschutzgründen auf versiegelten Flächen verboten. Es reicht außerdem schon völlig aus, die Pflanzen auf 50 Grad zu erhitzen: Das zerstört ihre Zellen und lässt das Unkraut - zumindest an der Oberfläche - in sich zusammenfallen, so dass man es nur noch entfernen muss.

Kleiner Aufwand, große Wirkung: Man kann Unkraut auch einfach abfackeln. Zum Beispiel mit einem Aufsatz für die Propangas-Flasche vom Gasgrill, der relativ preisgünstig zu haben ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Pflasterfugen bei dieser Art der Unkraut-Entfernung nicht beschädigt werden. Allerdings sollte man unbedingt Sicherheitsvorkehrungen treffen, um keine Feuersbrunst in Gang zu setzen. Zum Beispiel umherfliegendes Laub und trockene Äste vorher einsammeln und immer einen Wassereimer oder Gartenschlauch parat halten. Es gibt auch Unkraut-Brenner, die mit heißem Luftstrahl beziehungsweise Infrarot-Licht funktionieren. All diese Geräte kann man häufig auch ausleihen.

Bleibt noch die Frage: Wie oft muss der Gärtner ran? Wie oft man dem Grünzeug zu Leibe rücken sollte, hängt vor allem davon ab, wie viel es regnet. Es gibt die Faustregel, dass man einmal pro 100 Milliliter Regen Unkraut entfernen sollte. Wer gerade keine Zeit zum Kratzen, Auszupfen oder Abflammen hat, sollte zumindest die Blüten der Pflanzen entfernen, damit die sich nicht so einfach ausbreiten können. Auch regelmäßiges Kehren hilft, weil sich umherfliegende Samen dann nicht so schnell festsetzen.

Wer in seinem Garten Pflaster oder Bodenplatten neu verlegt, kann gleich von Anfang an etwas gegen unerwünschten Bewuchs unternehmen: Ein Unkrautvlies oder eine Folie müssen nicht teuer sein und können, unter den Steinen verlegt, eine wirksame Barriere sein. Ähnliches gilt für Fugenmörtel auf Kunstharz-Basis, der allerdings nicht ganz billig ist. Dafür ist das Material sehr stabil - und gleichzeitig so elastisch, dass es auch bei Frost keine Risse bildet, durch die sich das Unkraut hindurchmogeln könnte. Kunstharz-Mörtel hält außerdem dem Hochdruckreiniger locker Stand.

Stand: 11.06.2019, 12:09 Uhr