Tageslichtlampen gegen den Winterblues

Tageslichtlampen gegen den Winterblues

Von Friederike Müllender

  • Künstliches Tageslicht regt Botenstoffe im Gehirn an
  • Kann bei depressiven Verstimmungen helfen
  • Tageslichtlampen sollten mindestens 10.000 Lux haben

Je weniger Tageslicht der Körper bekommt, umso höher und schneller steigt der Melatonin-Anteil im Blut - das macht müde. Der Lichtentzug sorgt bei einigen Menschen sogar dafür, dass sie unter Verstimmungen, Antriebslosigkeit oder sogar Winterdepressionen leiden. Tageslichtlampen sollen helfen: dabei wird das Licht durch die Netzhaut aufgenommen und Botenstoffe im Gehirn angeregt, die die Stimmung und den Antrieb verbessern.

Tageslichtlampen gegen den Winterblues

WDR 2 Servicezeit 12.11.2018 02:58 Min. WDR 2

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Künstliches Tageslicht für Zuhause

Damit das künstliche Tageslicht seine Wirkung auch entfalten kann, muss die Lichtdosierung der Lampe hoch genug sein, mindestens 10.000 Lux. Zum Vergleich: eine durchschnittliche Bürolampe hat 500 Lux. Das Licht der Lampe sollte dabei frontal oder von der Seite kommen. Während der Lichtdusche kann auch gelesen oder am Computer gearbeitet werden. Hierbei gilt: hin und wieder direkt in die Lampe hineinschauen. Beim Kauf sollte man außerdem auf die Herstellerangaben achten, zum Beispiel wie weit die Lampe vom Gesicht entfernt stehen sollte, um ihre Wirkung zu entfalten. Diese Entfernung variiert stark zwischen den verschiedenen Modellen.

Lichtdusche am besten morgens

Zwischen 30 und 60 Minuten lang sollte die Verweildauer vor der Tageslichtlampe sein. Wie schnell und welche Wirkung das Licht hat, ist dabei von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Einige Kliniken nutzen die Lichttherapie um Depressionen zu behandeln, doch nicht bei jeder Art von Depression ist diese Therapie erfolgreich, bei Verstimmungen sollte man also immer mit einem Arzt sprechen.

Stand: 12.11.2018, 11:43