Start in die Staudensaison

Der Knöterich "Kiss me over the garden gate" (lat.: Persicaria orientalis)

Start in die Staudensaison

Von Sabine Krüger

Die Spätfröste sind vorbei. Jetzt kann es losgehen mit dem Säen und Pflanzen der Stauden! Wir zeigen, wie es gelingt und stellen Favoriten für Ihre neue Gartensaison vor.

Start in die Staudensaison

WDR 4 Drinnen und Draußen | 21.04.2018 | 02:18 Min.

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Jetzt Staudenbeete vorbereiten!

Endlich ist es soweit: Zeit die Staudenbeete frühjahrsfit zu machen! Praktische Tipps von Gartengestalterin Ulla Hannecke aus dem Biogarten der Volkshochschule Düsseldorf.

WDR 4 Drinnen und Draußen: Start in die Staudensaison

Damit Stauden einen guten Start in die neue Saison hinlegen können, gilt es den Boden zu lockern, zu harken und zu düngen. Aber Vorsicht: "Wie Engel über die Beete schweben bei der Gartenarbeit im Frühjahr!", rät Ulla Hannecke schmunzelnd. "Je weniger wir auf die Beete treten, desto weniger verdichten wir den Boden und umso weniger machen wir die zarten Triebe, die noch ganz weich sind, kaputt." Ein Holzbrett unterlegen hilft auch, weil es das Gewicht verteilt.

Damit Stauden einen guten Start in die neue Saison hinlegen können, gilt es den Boden zu lockern, zu harken und zu düngen. Aber Vorsicht: "Wie Engel über die Beete schweben bei der Gartenarbeit im Frühjahr!", rät Ulla Hannecke schmunzelnd. "Je weniger wir auf die Beete treten, desto weniger verdichten wir den Boden und umso weniger machen wir die zarten Triebe, die noch ganz weich sind, kaputt." Ein Holzbrett unterlegen hilft auch, weil es das Gewicht verteilt.

Beim Pflanzen ist es wichtig, mit dem Handspaten beziehungsweise der Pflanzkelle kraftvoll in den Boden einzustechen. Das Loch sollte so groß sein, dass die Pflanze locker reinpasst und noch etwas Platz drum herum ist. "Denn den größten Fehler, den Hobbygärtner manchmal machen ist, dass sie versuchen, den Wurzelballen der Pflanze in ein ganz kleines Loch reinzudrücken. Das behindert aber die Wurzelbildung", warnt die Gärtnermeisterin.

Unten im Pflanzloch noch die Erde etwas lockern. Bei starkzehrenden Gewächsen wie Rittersporn oder ähnlichen kann man zusätzlich organischen Dünger einstreuen, wie zum Beispiel Hornspäne. Dann die Pflanze ins Loch setzen und die Erde wieder ran schaufeln.

Jetzt mit den beiden Daumen und Zeigefingern die Pflanze ins Erdreich drücken. "Nicht Einbetonieren, aber fest, sodass die Pflanze einem nicht locker entgegenkommt. Man kann das testen, indem man ein bisschen an den Blättern zieht, dabei sollte man dann einen Widerstand spüren", so Ulla Hannecke.

"Dann wuschel ich nochmals über die Erde. Wer will, kann auch ein bisschen harken…"

"…jetzt nur noch angießen und fertig ist die Neupflanzung!" Akelei und Schafgarbe sollten jetzt einen guten Wurzelkontakt zur Erde haben und damit beste Startchancen.

Wer dann nicht ständig auf allen Vieren um die Pflanzen herum Unkraut jäten möchte, mulcht besser. Zum Beispiel mit Häcksel aus dem eigenen Garten. Aber auch im Handel gibt es verschiedene Materialien und Häcksel-Größen, zum Beispiel aus Pinie. "Für mediterrane Pflanzungen finde ich Leinspelze sehr schön, das macht eine sehr dicke Schicht und es kommt kaum Unkraut durch. Mulch aber nur oben auf der Erde ausbringen, nicht einarbeiten, das schadet den Pflanzen!", erklärt Ulla Hannecke.

Im Biogarten der Volkshochschule Düsseldorf sprießt hier schon ein Stauden-Liebling von Ulla Hannecke: der Wiesenknopf. Den hat sie ins Herz geschlossen, weil: "Der ganz normale Wiesenknopf, lateinisch Sanguisorba officinalis, der hat so wunderschöne blutrote Tröpfchen als Blüten. Und den in eine wiesenhafte oder Gräser-Landschaft zu pflanzen, das ist wunderbar", schwärmt sie.

Ein weiterer Favorit der Gartengestalterin ist dieser einjährige Knöterich (lat.: Persicaria orientalis) mit dem – im Englischen - wunderschönen Namen "Kiss me over the garden gate". Auf Deutsch: "Küss mich über der Gartenpforte". "Der schmeißt tatsächlich seine rosa Blüten elegant und üppig über den Gartenzaun", so Ulla Hannecke.

Wer jetzt für Wiesenknopf und Knöterich einen Platz im Beet frei räumen möchte, sollte das nur in Lücken zwischen den frühjahrsblühenden Zwiebelpflanzen tun. Die müssen zuerst ihre Blätter ganz einziehen. Das gibt ihnen Kraft für das nächste Jahr. Auch den Biogarten der Volkshochschule Düsseldorf lassen sie in frischen Farben erstrahlen.

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Stand: 21.04.2018, 00:00