Eine Schneehaube sitzt auf den Blüten des Winterschneeballs am Ufer des Tegernsees.

Service Garten – Winterblüten

Viel blüht zurzeit nicht mehr in den Gärten. Doch einige Sträucher zeigen sich sogar in der Winterzeit voller Blüten. Gereon Reymann hat sich in der Gartenbaumschule von Oliver Fink die schönsten Winterblüten zeigen lassen.

Ungewöhnlich sind die gekräuselten Blütenfäden der Zaubernuss (Hamamelis). Ein wenig erinnern sie an Lametta. Je nach Sorte leuchten sie von Dezember bis Februar goldgelb, weinrot oder orange. Dazu verströmen sie einen leicht süßlichen Duft. Wer Lust hat auf den trichterförmig wachsenden Strauch, sollte ihm genügend Platz bieten, rät Gärtnermeister Oliver Fink. Er kann vier Meter hoch und zwei Meter breit werden. Im Herbst färbt sich das Laub orange/gelb.

Unzählige knallgelbe Blütensterne, die an kleine Narzissen erinnern, zeigt der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum). Oft wird er mit der Forsythie verwechselt. Blütezeit ist von Dezember bis März. Unentwegt gehen dann die Knospen auf.  Winterjasmin braucht wenig Platz. Gebunden an ein Spalier rankt er in die Höhe. Sinken die Temperaturen unter minus fünf Grad, machen die Knospen eine Blühpause. Wird es wärmer, wird weitergeblüht.    

Nach Vanille duften die weiß/rosafarbenen Blüten des Winterschneeballs (Viburnum bodnantense). Trotz ihres Namens sind sie eher rispenartig und halbkugelig. Sie gehen zwischen November und März zügig nacheinander auf und blühen sechs bis acht Wochen lang. Drei Meter hoch wird der buschige Strauch. Gern wird er als Blickpunkt in Hecken gepflanzt. Im Herbst fällt er durch sein orange/rotes Laub auf.

Autor: Gereon Reymann
Redaktion: Detlef Reepen

Service Garten ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort freitags zwischen 10.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.

Service Garten - Winterblüten

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 17.12.2021 05:20 Min. Verfügbar bis 16.12.2022 WDR 5


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