Service Garten – Haselnüsse aus eigener Ernte

Vier Haselnüsse in ihrem grünen Gehäuse

Service Garten – Haselnüsse aus eigener Ernte

Sie sind rund, braun und hart. Erst nach dem Knacken zeigen sie ihren leckeren Kern. Herbstzeit ist Haselnuss-Zeit. Dann fallen die Früchte von den Sträuchern, werden getrocknet und gegessen.

Jede Nuss schmeckt anders, erklärt Gärtnermeister Oliver Fink. Klassiker ist die 'Wildhasel', ein üppig wuchernder Busch, der sich gern an Waldrändern ausbreitet. Für kleine Gärten ist sie eher nicht geeignet. Durch Züchtung und Auslese sind aber Sträucher entstanden, die viele Nüsse bringen und nicht zu ausladend werden. 'Webbs Preisnuss' macht große Früchte mit mandelartigem Aroma und langer Lagerfähigkeit. Süß schmeckt die längliche 'Cosford'-Nuss. Der Busch wächst schirmartig. Er kann vier Meter hoch und breit werden, lässt sich aber gut zurückschneiden. Wer rotes Laub mag, greift zur 'Zellernuss'. Sogar ihre Blütenkätzchen sind purpurrot, die Nussschalen schimmern rötlich. Beim aromastarken 'Wunder von Bollweiler' sind die Nüsse ein wenig spitz, die Schalen glänzend.

Nusssträucher mögen lockeren, humosen Boden. Viel Pflege brauchen sie nicht. Schädlinge oder Pilzkrankheiten befallen sie nur selten. Auch wenn die einzelnen Pflanzen sich selbst befruchten, ist ein zweiter Haselnussbusch in der Nähe gut, damit sich möglichst viele Früchte entwickeln. Dann muss man im Herbst nur schnell genug sein, um abgefallene Nüsse aufzusammeln, bevor sie von Vögeln oder Eichhörnchen entdeckt werden.

Autor: Gereon Reymann
Redaktion: Detlef Reepen

Service Garten ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort freitags zwischen 10.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.

Service Garten – Haselnüsse aus eigener Ernte

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 22.11.2019 05:15 Min. Verfügbar bis 20.11.2020 WDR 5

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