Blütendeko selbst gemacht

Ein selbstgebasteltes Muttertagsherz aus Blüten

Blütendeko selbst gemacht

Von Sabine Krüger

Schnell noch Muttertags-Geschenke basteln? Jetzt aber ran! Mit unseren Tipps für selbst gemachte Blumendeko klappt das noch! Ein Kurs in der Volkshochschule Rhein-Sieg.

Blütendeko selbst gemacht

WDR 4 Drinnen und Draußen | 12.05.2018 | 02:18 Min.

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Nicht nur zum Muttertag: Deko mit Blumen

Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken. In gewässerter Steckmasse aber eben nicht so schnell. Wir zeigen, wie Sie kreativen Blütenschmuck herstellen.

WDR 4 Drinnen und Draußen: Blütendeko selbst gemacht

Christina Selzer ist Bauzeichnerin und hat schon als Kind gerne gebastelt. Damit ist sie als Kursleiterin für die Volkshochschule Rhein-Sieg ganz in ihrem Element. Im Workshop "Florale Deko" wird unter ihrer Anleitung aus dieser Styropor-Kugel und dem Draht eine Moos-Blütenkugel.

Christina Selzer ist Bauzeichnerin und hat schon als Kind gerne gebastelt. Damit ist sie als Kursleiterin für die Volkshochschule Rhein-Sieg ganz in ihrem Element. Im Workshop "Florale Deko" wird unter ihrer Anleitung aus dieser Styropor-Kugel und dem Draht eine Moos-Blütenkugel.

Dazu wird zunächst der Draht einmal um die Kugel gewickelt und verzwirbelt. Dann nehmen sich die Kursteilnehmerinnen kleine Stücke Moos. Die legen sie auf die Kugel und umwickeln sie mehrfach kreuz und quer mit dem Draht, bis die gesamte Kugel von Moos umhüllt ist.  

Etwas Fingerspitzengefühl brauchte Teilnehmerin Elke Wagner dafür schon. Ihr gefällt, dass Christina Selzer verschiedene Moosarten mitgebracht hat, die die Dekokugel struppig-lebendig wirken lassen. Mit Bouillon-Draht befestigen die Teilnehmerinnen jetzt noch Blätter von Silberblatt und Efeu, Blüten von Kapköpfchen, Chrysanthemen und Bartnelken sowie Blütenblätter von Rosen auf der Kugel – fertig! Jetzt kann sie zuhause auf einem schönen Teller präsentiert werden.

Neben den Moosen hat Christina Selzer Rosen, Tulpen, Nelken, Chrysanthemen, Kapköpfchen, Schleifenblumen, Silberblatt und duftende Thymianzweige in einer Gärtnerei besorgt. Aus ihrem eigenen Garten hat sie Zweige, Efeu und Flieder beigesteuert. Die sieben Kursteilnehmerinnen sind konzentriert bei der Arbeit.

Ein weiteres Werkstück ist ein Gesteck im Glas. Dazu wird grüne Steckmasse in Wasser getränkt und passend für die Glasgröße zugeschnitten. Beim Tränken sollte man die Steckmasse nicht gewaltsam unter Wasser drücken, sondern warten, bis sie sich von selbst vollgesogen hat, damit keine trockenen Hohlräume entstehen. Dann wird die Außenseite des Glases mit Stöckchen oder Filz verkleidet, festgehalten mit Gummiband.

Das Gesteck im Glas von Elke Wagner gefällt dieser Schnecke offenbar gut. So wäre es das ideale Mitbringsel für Elke Wagners Laufenten. Sie hat ihre ehemalige Landwirtschaft bei Ruppichteroth zu einem Gnadenhof gemacht. "Unsere Kuh ist zweiundzwanzig Jahre alt und topfit", erzählt sie während des Bastelns. Klar, dass sie auch die Schnecke nicht an ihre Laufenten verfüttern wird.

Das ist der Rohling für das nächste Dekostück: eine Blumen-Torte. Dazu schneiden die Teilnehmerinnen aus zwei gleich großen Steckmasse-Kreisen ein kleineres, tränken beide in Wasser und stecken sie in der Mitte mit einem halben Zahnstocher übereinander zusammen. Unten wird jeweils ein Zierband festgesteckt.

Auf die obere Etage kommt jeweils eine Rosenblüte und darum herum sollen locker kleinere Blüten gesteckt werden. Elke Wagner (Mitte) hat sich als Topping eine zartrosa Rosenblüte ausgesucht. Sie arbeitet konzentriert an ihrem Törtchen, für das sie sich auch am Kapkörbchen-Topf bedient.

Auch Maria Tegtmeyers Törtchen ist in Rosa und Weiß gehalten. Aber ihre Krönung der oberen Etage ist eine weiße Rosenblüte. Unten greift sie das Weiß mit Schleifenblumen auf und kombiniert es mit pinkfarbenen Kapkörbchen. Die Verbindung von Rosa und Weiß findet sich in den Bartnelken darüber. "Ich arbeite gerne Ton in Ton", sagt sie.

Das zentrale Werkstück ist aber das Muttertagsherz aus Blumen. Die Rohlinge dafür hat Christina Selzer im Internet bestellt. Sie bestehen unten aus Styrodur, das ist feinkörniges Styropor, und oben aus grüner Steckmasse. Die musste natürlich, wie immer, eingeweicht werden. Dann kann man sie von der Mitte aus mühelos mit Blüten nach eigener Wahl bestücken. Der untere Rand wird mit Efeublättern und Juteband verziert.

Nachdem Christiane Pützstück ihr Juteband nochmals entfernt und etwas tiefer festgesteckt hat, ist sie mit ihrem Ergebnis sehr zufrieden. Die rote Rose in der Mitte ist umkränzt von weißen Rosen, dann folgt wieder ein Kreis roter Rosen und den Rand hat sie mit gelben Chrysanthemen verziert. Mit diesem Dekoherz beschenkt sie sich selbst.

Kursteilnehmerin Maria Tegtmeyer ist begeistert, wie unterschiedlich die Herzen ausgefallen sind, obwohl alle die gleiche Aufgabe hatten. Jedes hat seinen eigenen Reiz: ob eher wild durcheinander oder in Kreisen bestückt, ob kunterbunt oder Ton in Ton. Auch der Buchs als Lückenfüller macht sich sehr gut. "Die Gestecke und das Rosenherz sollte man täglich etwas gießen, damit man lange Freude daran hat", rät Christina Selzer noch.

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Stand: 12.05.2018, 00:00