Leih-Möbel: Mieten statt kaufen

Mieten statt kaufen Servicezeit 08.10.2019 05:59 Min. UT Verfügbar bis 08.10.2020 WDR

Leih-Möbel: Mieten statt kaufen

Von Daniela Müllenborn

  • Erst wenige Anbieter von Mietmöbeln
  • Produktpalette noch überschaubar
  • Mieten kann teurer sein als kaufen

Ob Kinderkleidung, Spielzeug oder Fernseher: Immer öfter haben die Verbraucher die Wahl, ob sie die Produkte kaufen oder nur auf Zeit ausleihen wollen.

Überschaubare Anzahl von Anbietern

Als erster bekannter Einzelhändler hat der Versandhandel Otto mit seinem Tochterunternehmen Otto Now das Leihangebot auf Möbel ausweitet, Ikea testet gerade in Polen und der Schweiz. Einige kleinere Unternehmen wie das Kölner Start-Up "Readymade" haben bereits wieder aufgegeben.

Leih-Möbel: Mieten statt kaufen

WDR 2 Servicezeit 21.02.2019 04:00 Min. Verfügbar bis 21.02.2020 WDR 2

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Produktpalette noch klein

Grundsätzlich ist die Auswahl an Sofas, Stühlen, Tischen, Regalen oder Betten überschaubar. Der Kunde kann aus den Bereichen "Wohnen", "Essen", "Schlafen" auswählen, zahlt eine monatliche Rate und bekommt die Möbelstücke ab einem bestimmten Bestellwert kostenlos geliefert. Die Mindestmietdauer beträgt in der Regel drei Monate. Bei Otto sind die Preise bei längerer Mietdauer gestaffelt. Nach Ende der Mietzeit werden die Möbelstücke kostenlos abgeholt.

Zielgruppen für Mietmöbel

Nach einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research fühlt sich knapp die Hälfte der deutschen Konsumenten von Mietangeboten angesprochen. Interesse an Mietmöbeln sehen die Anbieter vor allem bei Gruppen, deren Lebensumstände sich schnell ändern können, etwa Studenten. Andere Kunden wollen ausprobieren und sich bei einem Möbelstück nicht gleich festlegen.

Mieten lohnt sich nicht für jeden

Ganz ohne Tücken sind solche Mietangebote allerdings nicht. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät Kunden, bei den Angeboten mitzurechnen. Mieten könne auch teurer werden als kaufen. Besonders für Verbraucher, die gleich mehrere Mietangebote nutzten, könne es ein böses Erwachen geben, weil sich die scheinbar überschaubaren Monatssummen pro Leihobjekt längerfristig zu hohen Beträgen türmen können.

Stand: 08.10.2019, 10:25