Mieterhöhung oft nicht zulässig

Mieterhöhung

Mieterhöhung oft nicht zulässig

Von Frank Wörner

  • Mieterhöhung darf nicht willkürlich sein
  • Vergleich mit anderen Wohnungen im Ort
  • Deutliche Aufschläge bei Modernisierung

Für eine Mieterhöhung gibt es enge Grenzen. Zum Beispiel ist eine Erhöhung frühestens ein Jahr nach der letzten Steigerung möglich. Außerdem darf die Miete nach der Erhöhung die sogenannte „ortsübliche Vergleichsmiete“ nicht übersteigen.

Mietspiegel – oder Gutachten

Diese Vergleichsmiete lässt sich auf drei Arten ermitteln: am einfachsten mit einem Blick in den örtlichen Mietspiegel. Wenn es den nicht gibt, kann der Vermieter alternativ drei vergleichbare Wohnungen benennen. Oder er beauftragt einen Sachverständigen – was teuer ist und daher seltener vorkommt.

Mieterhöhungen sind nicht immer zulässig

WDR 5 Profit - aktuell | 16.04.2018 | 02:22 Min.

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Maximal 20 Prozent mehr

Generell darf die Miete innerhalb von drei Jahren insgesamt nur um 20 Prozent erhöht werden. Das ist die so genannte „Kappungsgrenze“. In vielen Kommunen mit Wohnraummangel gilt sogar eine niedrigere Grenze von 15 Prozent – in Nordrhein-Westfalen sind das derzeit insgesamt 59 Kommunen.

Ausnahmen bei Modernisierung

Ausnahmen gelten immer dann, wenn der Eigentümer die Wohnung modernisieren lässt. Dann darf er die Kosten dafür nach festen Regeln auf die Miete umlegen: Insgesamt dürfen elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete umgerechnet und auf die einzelnen Monate aufgeteilt werden.

Kein Aufschlag für Reparaturen

Erhöhen darf der Vermieter nur bei echten Verbesserungen für den Mieter – also wenn etwa die alten Kachelöfen gegen eine moderne Gasetagenheizung ausgetauscht werden, aber auch wenn ein Balkon angebaut wird. Reine Reparaturen rechtfertigen dagegen keine Mieterhöhung.

Stand: 16.04.2018, 15:04