Anstieg bei Großstadt-Mieten geht zurück

Schmale Häuser aus der Gründerzeit in der Kölner Südtstadt

Anstieg bei Großstadt-Mieten geht zurück

  • Kaltmieten stiegen 2018 um vier Prozent
  • In den Vorjahren war das Plus teilweise zweistellig
  • Am teuersten ist es in Köln, am günstigsten in Altena

Die Zeiten, in denen die Mieten in den Großstädten Nordrhein-Westfalens mit teilweise zweistelligen Raten gestiegen sind, scheinen vorbei. Im Schnitt lag das Plus in den Großstädten mit mehr als 300.000 Einwohnern im vergangenen Jahr bei verhältnismäßig moderaten vier Prozent. Das geht aus dem neuen Preisspiegel des Immobilienverbands Deutschland (IVD) West hervor.

Immobilienpreise in NRW

WDR 5 Profit - aktuell 27.03.2019 03:08 Min. Verfügbar bis 26.03.2020 WDR 5

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NRW-Mieten stiegen im Schnitt um 4,5 Prozent

Landesweit sind die Mieten demnach etwas stärker um 4,5 Prozent gestiegen. "Wir nähern uns allmählich einer Obergrenze für Preise, die die Mieter überhaupt noch zahlen können", sagt Julia Braschoß, stellvertretende Vorsitzende des IVD West. Die Nachfrage, gerade für kleinere Wohnungen, sei in den Großstädten jedoch weiterhin hoch, so die Kölner Immobilienmaklerin.

Wer in Städten wie Köln oder Bonn keine bezahlbare Wohnung findet, wird oft im Umland fündig, doch auch im so genannten "Speckgürtel" steigen die Mietpreise allmählich. Entscheidend für den Preis sei hier die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr.

15 Euro in Köln, drei Euro in Altena

Die höchsten Mietpreise lagen der Analyse zufolge bei 15 Euro pro Quadratmeter für eine Neubauwohnung in Köln, gefolgt von Essen und Münster (14 Euro/Quadratmeter). Am günstigsten ist es hingegen im Sauerland. In Altena kostet die Miete für einen Neubau je Quadratmeter fünf Euro, im einfachen Altbau sind es drei Euro.

Stand: 27.03.2019, 13:27