Leichte Bettdecken für den Winter

Leichte Bettdecken für den Winter

Von Anna Schubert

Wie schlafe ich und wie ist mein persönliches Wärmebedürfnis? Je nach Vorliebe kann man bei Bettdecken zwischen verschiedenen Wärmeklassen wählen. Wir zeigen, worauf Sie achten sollten.

Neue Leichtigkeit bei Daunendecken

Oberbetten werden immer leichter. Vor allem bei Daunendecken hat sich viel getan: Schwere Federbeimischungen, die oft bis zu 2,5 Kilo wiegen, werden immer unbeliebter. Stattdessen werden immer mehr Bettdecken mit einem Daunenanteil von 80 bis 100 Prozent verkauft. Sie wiegen nur noch um die 1000 Gramm.

Für wen eignen sich Daunendecken?

Sowohl Vielfrierer und als auch Vielschwitzer schlafen unter Daunendecken besonders gut, denn sie halten die Wärme am Körper und die Kälte draußen. Die im Schlaf abgegebene Feuchtigkeit wird gespeichert. Jeder Mensch gibt nachts etwa einen halben Liter Flüssigkeit über die Haut ab.

Problem: der Tierschutz

Wo kommen die Daunen in der Decke her? Diese Frage beantworten Hersteller bisher noch nicht zuverlässig. Tierschutzorganisationen erheben den Vorwurf, dass auf manchen Gänsefarmen Tiere gequält und bei lebendigem Leib gerupft werden. Bettdeckenhersteller sprechen von Einzelfällen. Für die Produktion von Daunendecken sollen normalerweise Daunen verwendet werden, die von geschlachteten Tieren stammen. Oft fehlt aber die Transparenz.

Synthetik holt auf

Nahezu alle Eigenschaften der fluffigen Daune haben mittlerweile auch die Funktionsfasern, die in Synthetikbettdecken verwendet werden. Die Füllungen der neuesten Technologie verbessern zusätzlich den Feuchtigkeitstransport.

Für Allergiker und Sparfüchse eignen sich Synthetikfaserdecken besonders gut. Die Decken kann man sogar kochen, so werden alle Allergene, die durch Hausstaubmilben verbreitet werden, abgetötet. Ein weiterer Pluspunkt ist der Preis: ab 130 Euro sind Decken mit guten Funktionsfasern zu haben.

Alternative: Schurwolle

Eine weitere Alternative sind Bettdecken aus Naturhaar wie Schafschurwolle. Sie kann besonders gut Feuchtigkeit aufnehmen. Auch Kamelhaar oder das Unterfell der Kaschmirziege ist temperaturausgleichend, allerdings haben diese Decke einen Nachteil: Man kann sie nicht waschen, sondern muss sie in die Reinigung bringen.

Tipps:

  • Je nach Gebrauchsintensität sollte man alle fünf bis sieben Jahren seine Bettdecke erneuern.
  • Übergroße Bettdecken für zwei Personen sind nicht zu empfehlen, wenn einer der beiden Partner ein unruhiger Schläfer ist oder ein anderes Temperaturempfinden hat.
  • Sicheren Schutz vor Milben bieten sogenannte Encasings. Das sind milbendichte Bezüge, die über die Decke kommen.

Stand: 30.11.2017, 13:54