Kohlenmonoxid-Melder: Hilfe, wenn giftiges Gas austritt

Kohlenmonoxid-Melder: Hilfe, wenn giftiges Gas austritt

Von Malte Linde

  • Kohlenmonoxid-Melder sind in Haushalten die Ausnahme
  • Geräte sind einfach zu installieren
  • Regelmäßige Wartung von Thermen und Kaminen

Kohlenmonoxid entsteht vor allem dann, wenn der Verbrennungsprozess gestört ist, zum Beispiel, weil eine Gastherme verdreckt ist oder der Abzugsschacht eines Kamins verstopft ist. Ist die Konzentration in der Atemluft sehr hoch, können schon wenige Atemzüge lebensgefährlich sein.

CO-Melder im Haushalt

Während Rauchwarnmelder in Wohnungen Pflicht sind, sind Kohlenmonoxid-Melder eher die Ausnahme. Dabei ist ein CO-Warngerät besonders nützlich: Weil Kohlenmonoxid völlig geschmacks- und geruchsneutral ist, bemerkt man in der Regel kaum, dass das Gas zum Beispiel an einer schadhaften Therme austritt. Im Falle einer Vergiftung kann es dann schon zu spät sein, um Hilfe anzufordern. Unfälle mit CO-Gas sind zwar selten, aber fast immer extrem gefährlich.

Welchen Melder wie installieren?

CO-Melder brauchen nicht unbedingt vom Fachmann installiert werden. Sie müssen allerdings richtig platziert werden: Zum Beispiel in unmittelbarer Nähe des Abzugsschachtes einer Gastherme oder in direkter Nähe einer offenen Feuerstätte. Im Zweifelsfall übernimmt der Schornsteinfeger die Montage.

Die Geräte kosten zwischen 25 und 65 Euro und halten etwa 5-7 Jahre, danach muss das Gerät ausgetauscht werden, weil die Lebensdauer des Sensors beschränkt ist. Fachleute raten zu Geräten mit fest verbautem Akku. Der Vorteil: Die Versuchung, die Batterien anderweitig zu benutzen entfällt, der Akku hält so lange wie das Gerät selbst.

Warngeräte ersetzen keine Wartung

Gasthermen oder Kaminanlagen müssen regelmäßig gewartet werden. Warngeräte können die gesetzlich vorgeschriebene Wartung auf keinen Fall ersetzen. Ob Mieter oder Vermieter sich um die fachmännische Wartung kümmern müssen, regelt im Zweifelsfall der Mietvertrag.

Stand: 12.11.2018, 11:45