Heizungsinstallateur gesucht

Handwerkerstichprobe - Heizungsnotdienste

Heizungsinstallateur gesucht

Von Daniela Müllenborn

  • Viele Heizungsinstallateure sind ausgebucht
  • Was man selber machen kann
  • Wie man einen Fachmann findet

Heizung selbst entlüften

Wenn die Heizung nicht anspringt, muss das nicht immer gleich eine große Reparatur nach sich ziehen. Es kann zum Beispiel sein, dass die Heizkörper nur entlüftet werden müssen oder im Kessel Wasser aufgefüllt werden muss. Beides kann man selber erledigen. Der Installateur gibt in der Regel gerne Tipps, wie das funktioniert.

Wenn der Fachmann ran muss

Bei größeren Störungen, etwa wenn der Kessel nicht mehr anspringt oder die Anlage auf Störung steht, muss der Fachmann gerufen werden. Den findet man zum Beispiel auf den Internetseiten der Handwerkskammern oder auf Handwerker-Portalen. Dort gibt man an, was gemacht werden muss und bekommt dann Firmen-Angebote an die eigene E-Mail-Adresse geschickt. Auch bei Kleinanzeigen-Portalen kann man Gesuche abgeben. Außerdem lassen sich Heizungs-Installateure zunehmend in Handwerker-Gruppen in sozialen Netzwerken finden.

Vor Abzocke schützen

Empfehlungen von Bekannten sind laut Verbraucherschützer am seriösesten. Auf Online-Portalen hingegen sind auch schwarze Schafe unterwegs. Um sich vor Abzocke und unsachgemäßer Arbeit zu schützen, sollte man laut Verbraucherzentrale immer darauf achten, einen Meister- oder Innungsbetrieb zu beauftragen. Zudem sollten Kunden immer eine Rechnung verlangen und Kosten - wie Anfahrtskosten, Pauschalen oder den Stundenpreis - schon vorab erfragen Außerdem empfehlen die Experten, lieber auf einen Installateur aus der Umgebung zurückzugreifen. Der sei oft günstiger und auf seinen guten Ruf bedacht.

Wenn die Heizung ausfällt

WDR 2 Servicezeit | 06.11.2018 | 03:51 Min.

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Heizung frühzeitig warten lassen

Um dem Handwerker-Engpass im Herbst zu entgehen, raten die Heizungsinstallateure die Heizung bereits im Sommer warten zu lassen. Die Heizungsanlage sollte einmal im Jahr gecheckt werden.

Heizung für den Winter rüsten

Mit dem Herbst kehrt die Frage zurück: Wie schafft man es, dass die Wohnung warm und gemütlich ist, ohne dass die Heizkosten explodieren? Faustregeln für die Heizung.

Ein Mann kontrolliert die Heiztherme

Bevor die Heizsaison losgeht, sollte die Anlage überprüft werden. Ist eine Wartung fällig? Die Heizung sollte in der Regel jährlich durch einen Fachmann gereinigt und eingestellt werden. Bei Mietwohnungen mit einer zentralen Anlage ist der Vermieter für die Wartung zuständig, kann die Kosten aber umlegen.

Bevor die Heizsaison losgeht, sollte die Anlage überprüft werden. Ist eine Wartung fällig? Die Heizung sollte in der Regel jährlich durch einen Fachmann gereinigt und eingestellt werden. Bei Mietwohnungen mit einer zentralen Anlage ist der Vermieter für die Wartung zuständig, kann die Kosten aber umlegen.

Wenn es beim ersten Heizen gluckert, ist zu viel Luft in den Rohren. Auch wenn der obere Bereich der Körper nicht warm wird, ist das ein Zeichen dafür, dass das Wasser nicht richtig zirkulieren kann. Diese Luft muss raus. Im Baumarkt bekommt man einen Entlüftungsschlüssel, mit dem das Ventil geöffnet und so die Luft entweichen kann. Aber Vorsicht: Ein bisschen Wasser tropft immer mit, daher eine Schüssel unterstellen.

Heizungsanlage richtig einstellen. Im Extremfall befindet sich die Heizung noch in der Werkseinstellung und wurde nie auf die jeweilige Nutzung angepasst. Vor allem durch eine gezielte Zeitsteuerung lässt sich Geld sparen.

Ist die Heizung sehr alt, lohnt sich in der Regel eine Neuanschaffung. Seit 2015 müssen neue Heizungen ein Energielabel tragen. Damit können Verbraucher ähnlich beim Kauf von anderen Haushaltsgeräten den Energieverbrauch von Heizanlagen vergleichen.

Ist die Anlage winterfest, gilt es unnötige Kältequellen zu beseitigen. Zieht es beispielsweise durch Türen oder Fenster? Undichte Stellen im Fenster sollten erneuert werden. Zugige Türschlitze in den Hausflur lassen sich beispielsweise durch Verschlussleisten oder Wollrollen schließen.

Wenn's muckelig werden soll, muss warme Luft im Zimmer zirkulieren können. Daher dürfen Heizkörper nicht mit Möbeln zugestellt oder mit Wäsche zugelegt werden. Auch die Thermostate sollten frei sein, damit diese auch die richtige Raumtemperatur messen können.

Richtiges Lüften ist das A und O für niedrige Heizkosten und gegen Schimmelbildung. Statt die Fenster dauerhaft zu kippen, sollten sie mindestens zweimal täglich für wenige Minuten weit geöffnet werden. Am besten gleich gegenüberliegende Fenster und Türen auch aufreißen und für Durchzug sorgen. So wird verbrauchte Luft schnell ausgetauscht, ohne dass die Wohnung auskühlt.

Grundsätzlich gilt: Je höher die Temperatur eingestellt ist, desto höher sind auch die Heizkosten. Daher das Thermostat so niedrig, wie für das eigene Wohlfühlen möglich, einstellen. Üblicherweise werden auf Stufe drei etwa 20 Grad erreicht. Im Schlafzimmer reichen oft auch 18 Grad, in weniger genutzten Räumen sogar 16 Grad.

Doch das sind nur Empfehlungen von Experten. Die wirkliche Wohlfühltemperatur ist so individuell, dass sie im Winter unter Mitbewohnern für viele Diskussionen sorgt. Aber das ist ein anderes Thema...

Stand: 06.11.2018, 11:10