LED: Kostenfalle trotz guter Ökobilanz

LED: Kostenfalle trotz guter Ökobilanz

  • LED-Lampen haben eine gute Ökobilanz
  • Geringer Stromverbrauch und hohe Lebensdauer
  • Fest eingebaubte LED-Leuchtmittel landen im Elektroschrott

Wer zuhause Licht braucht, kommt an LEDs und Energiesparlampen nicht mehr vorbei. Für die neuen Lampen spricht die Ökobilanz - zumindest meistens. Die Stiftung Warentest hat 2015 die Gesamtökobilanzen verschiedener Leuchtmittel miteinander verglichen. Dabei ging es darum wie stark Herstellung, Gebrauch und Entsorgung die Umwelt belasten. Halogenlampen schnitten am schlechtesten, LEDs am besten ab.

Zwar braucht eine LED in der Herstellung mehr Ressourcen als eine Halogenlampe oder eine Energiesparlampe, aber wegen ihres äußerst geringen Strombedarfs und der langen Lebensdauer hat sie in der Gesamtbilanz die Nase vorn.

Die LED-Technik habe in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht, daher sei auch die Qualität des Lichts inzwischen vergleichbar mit dem der seit September verbotenen Halogenlampen, so die Verbraucherschützer. Sie empfehlen deshalb grundsätzlich, auf LED umzusteigen.

Vorsicht vor fest eingebauten Lampen

Die Rechnung geht nur auf, wenn die LED-Lampen auch tatsächlich lange durchhalten. Doch das tun nicht alle. Stiftung Warentest musste feststellen, dass einige bereits nach 500 Stunden Brenndauer aufgaben.

Das Gute an einer LED: Entweder geht sie relativ schnell kaputt oder sie hält sehr, sehr lange. Deshalb sollte man immer den Kassenzettel aufbewahren. Innerhalb der ersten sechs Monaten ist es in der Regel kein Problem, eine defekte Lampe umzutauschen. Auf manche Produkte bekommt man sogar eine zwei- bis vierjährige Garantie.

Im Normalfall hält eine LED-Lampe 10 bis 15 Jahre. Deshalb sollte man bei der Auswahl genau auf Ausstattung und Leistung achten - sowohl beim Leuchtmittel als auch der Lampe. In einer Stichprobe in fünf Baumärkten hatte sich Stiftung Warentest 2016 etwa 4.000 Tischlampen, Deckenlampen und Stehleuchten angesehen: und bei fast jeder dritten waren die LEDs fest eingebaut.

Das Problem: Fest eingebaute LEDs, die sich nicht auswechseln lassen, belasten ebenso wie jeder Fehlkauf unnötig Umwelt und Geldbeutel.

Stand: 15.10.2018, 15:30