Unwetter: Welche Versicherung zahlt?

Unwetter: Welche Versicherung zahlt?

  • Überblick: Welche Versicherung zahlt?
  • Je nach Schaden unterschiedliche Zuständigkeiten
  • Im Schadensfall sofort Versicherung informieren

Starkregen, Überschwemmung, Sturm: Nach dem Unwetter beginnen die Aufräumarbeiten und es stellt sich die Frage, welche Versicherung für die entstandenen Schäden zahlt.

Was übernimmt die Hausratversicherung?

Sie greift grundsätzlich dann, wenn Möbel und andere Einrichtungsgegenstände beschädigt werden. Falls das Haus geräumt werden muss, übernimmt die Hausratversicherung für gewisse Zeit auch die Kosten für Hotelübernachtungen, Aufräumarbeiten sowie Transport und Lagerung von Möbeln, schreibt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Wer allerdings trotz eines Sturms Fenster oder Türen offen gelassen hat, bekommt kein Geld von der Versicherung. Außerdem ist eine ausreichende Versicherungssumme entscheidend.

Verbraucherschützer empfehlen mindestens 650 Euro pro Quadratmeter, um eine Unterversicherung zu vermeiden. Liegt die versicherte Summe unter dem Neuwert des Hausrats, übernimmt die Versicherung die Kosten einer Neuanschaffung nur anteilig.

Was übernimmt die Wohngebäudeversicherung?

Sturmschäden sind grundsätzlich durch die Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Voraussetzung: Der Sturm muss stärker sein als Windstärke 8.

Schwierig wird es allerdings, wenn Wasser im Spiel ist. Die Wohngebäudeversicherung übernimmt die Kosten nur, wenn der Schaden durch Leitungswasser entstanden ist. Gegen Schäden durch "natürliches Wasser" müssen sich Hauseigentümer deswegen zusätzlich mit einer Elementarsschadenversicherung versichern.

Wann braucht man Elementarschaden-Versicherung?

Die Elementarschadenversicherung wird als Zusatzbaustein zur Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung angeboten. Sie schützt vor finanziellen Folgen von Naturereignissen, wie Überschwemmung und Hochwasser. Die Beitragshöhe hängt von der Größe der Immobilie und der geografischen Lage des Hauses ab.

Wer eine solche Police für Elementarschutz abschließt, sollte darauf achten, dass Schäden durch Witterungsniederschläge und Schäden durch Rückstau mit eingeschlossen sind. Hier bestehen die Versicherer in der Regel auf dem Einbau  einer Rückstausicherung am Kellerabfluss.

Wer zahlt für Schäden am Auto?

Schäden durch herabstürzende Dachziegel deckt die Teilkasko des Autohalters ab. Dies gilt auch für Äste oder abknickende Bäume.

Was tun, wenn ein Schaden eingetreten ist?

Die Verbraucherzentrale rät, die Schäden möglichst umgehend bei der Versicherung zu melden - am besten mit Fotos. Ganz wichtig: Einen Handwerker sollte man erst in Absprache mit der Versicherung beauftragen.

Stand: 21.05.2019, 14:05