Unwetter: Welche Versicherung zahlt?

Unwetter: Welche Versicherung zahlt?

  • Überblick: Welche Versicherung zahlt?
  • Je nach Schaden unterschiedliche Zuständigkeiten
  • Im Schadensfall sofort Versicherung informieren

Was übernimmt die Hausratversicherung?

Sie greift grundsätzlich dann, wenn Möbel und andere Einrichtungsgegenstände beschädigt werden. Wer allerdings trotz eines Sturms Fenster oder Türen offen gelassen hat, bekommt kein Geld von der Versicherung. Außerdem ist eine ausreichende Versicherungssumme entscheidend. Verbraucherschützer empfehlen mindestens 650 Euro pro Quadratmeter, um eine Unterversicherung zu vermeiden. Liegt die versicherte Summe unter dem Neuwert des Hausrats, übernimmt die Versicherung die Kosten einer Neuanschaffung nur anteilig.

Welche Versicherung zahlt bei Sturmschäden?

WDR 5 Profit - aktuell | 03.01.2018 | 03:48 Min.

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Was übernimmt die Wohngebäudeversicherung?

Sturmschäden sind grundsätzlich durch die Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Voraussetzung: Der Sturm muss stärker sein als Windstärke 8 (62 km/h) - was bei Tornados in jedem Fall gegeben ist.

Schwierig wird es allerdings, wenn Wasser im Spiel ist. Die Wohngebäudeversicherung übernimmt die Kosten nur, wenn der Schaden durch Leitungswasser entstanden ist. Gegen Schäden durch "natürliches Wasser" müssen sich Hauseigentümer deswegen zusätzlich versichern, so Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale NRW: "Eine Hausratversicherung reicht nicht aus, wenn der Keller voll Wasser läuft, hier muss eine Elementarschadenversicherung bestehen. Besteht keine Elementarschadenversicherung, bekommt man auch kein Geld von irgendeinem Versicherer. Dann muss man die Kosten letztendlich aus eigener Tasche bezahlen."

Wann braucht man Elementarschaden-Versicherung?

Die Elementarschadenversicherung wird als Zusatzbaustein zur Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung angeboten. Sie schützt vor finanziellen Folgen von Naturereignissen, wie Überschwemmung und Hochwasser. Die Beitragshöhe hängt von der Größe der Immobilie und der geografischen Lage des Hauses ab.

Wer eine solche Police für Elementarschutz abschließt, sollte darauf achten, dass Schäden durch Witterungsniederschläge im Vertrag eingeschlossen sind. Wichtig ist auch, dass Schäden durch Rückstau (aus dem Abwasserkanalsystem) mit eingeschlossen sind. Hier bestehen die Versicherer in der Regel auf dem Einbau  einer Rückstausicherung am Kellerabfluss.

Wer zahlt für Schäden am Auto?

Schäden durch herabstürzende Dachziegel deckt die Teilkasko des Autohalters ab. Dies gilt auch für Äste oder abknickende Bäume.

Was tun, wenn ein Schaden eingetreten ist?

Die Verbraucherzentrale rät, die Schäden möglichst umgehend bei der Versicherung zu melden. Dafür ist es sinnvoll, den Schaden im Haus und die beschädigten Gegenstände durch Fotos zu dokumentieren.

Zudem sollte man die Kaufquittungen für diese Gegenstände heraus suchen. Und ganz wichtig: Einen Handwerker sollte man erst in Absprache mit der Versicherung beauftragen.

Stand: 17.05.2018, 17:09